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Wetterdienst: Januar in Deutschland teils so schneereich wie seit 2010 nicht mehr
Der Januar war in Teilen Nordwestdeutschlands der schneereichste seit mehr als 15 Jahren. Das geht aus der am Freitag veröffentlichen Monatsbilanz des Deutschen Wetterdiensts im hessischen Offenbach hervor. Demnach war der Januar in Hamburg und Niedersachsen gemessen an der Zahl sogenannter Schneedeckentage der schneereichste seit 2010. Beide Länder waren unter anderem massiv von Wintersturmtief "Elli" betroffen.
Trotz winterlicher Verhältnisse und teils ergiebiger Schneefälle auch in anderen Bundesländern war der Januar insgesamt allerdings relativ niederschlagsarm. Im Schnitt fielen laut DWD bundesweit nur 45 Liter pro Quadratmeter, was etwa 25 Prozent unter dem Mittelwert der für wissenschaftliche Vergleiche herangezogenen Referenzperiode 1961 bis 1990 liegt. In Teilen Ostdeutschlands fielen sogar nur rund 25 Liter.
Deutschlandweit war der Januar demnach außerdem "ungewöhnlich sonnig". Die Sonnenscheindauer summierte sich auf 67 Stunden und übertraf das klimatologische Soll laut Referenzperiode um etwas mehr als 50 Prozent. In Süddeutschland wurden den Meteorologen zufolge gebietsweise deutlich mehr als 100 Sonnenstunden registriert. Die Monatsmitteltemperatur lag mit minus 0,7 Grad laut DWD im Bereich der üblichen Schwankungen.
Wintersturmtief "Elli" war vor rund drei Wochen über das Land gefegt und hatte insbesondere den Norden getroffen. Dazu kam gefährliches Blitzeis in anderen Landesteilen. Der Bahnverkehr war großflächig gestört. Auch danach kam es immer wieder zu Wintereinbrüchen durch gefrierenden Regen und massiven Schneefall. Mehreren Menschen starben.
H.Weber--VB