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Damaskus: Al-Scharaa und Trump sprechen über Rechte von Kurden in Syrien
Nach Kämpfen zwischen der syrischen Armee und der kurdisch dominierten Miliz Demokratische Kräfte Syriens (SDF) in den vergangenen Tagen hat der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa mit US-Präsident Donald Trump über die Rechte der Kurden in dem Land gesprochen. In einem Telefonat hätten die beiden Staatschefs "die Notwendigkeit, die Rechte und den Schutz des kurdischen Volkes im Rahmen des syrischen Staates zu gewährleisten", betont, erklärte die syrische Präsidentschaft am Montag.
Trump und al-Scharaa unterstrichen Damaskus zufolge in ihrem Gespräch "die Bedeutung der Wahrung der Einheit und Unabhängigkeit des syrischen Staatsgebiets". Zudem hätten sie die Zusammenarbeit zwischen den USA und Syrien bei der Bekämpfung der dschihadistischen Miliz Islamischer Staat (IS) besprochen.
In den vergangenen Tagen hatten syrische Regierungstruppen bei einer Offensive im Norden und Osten des Landes kurdische Kämpfer aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben, darunter zwei Stadtviertel der nordsyrischen Großstadt Aleppo. Am Sonntag stellte al-Scharaa ein Abkommen zwischen dem syrischen Zentralstaat und der SDF vor. Die Vereinbarung sieht die Übergabe der bislang kurdisch kontrollierten Provinzen Deir Essor und Raka an die Zentralregierung vor, in denen die Bevölkerungsmehrheit aus Arabern besteht. Am Montag rückte die syrische Armee in Teile von Deir Essor vor.
Al-Scharaa traf derweil den SDF-Anführer Maslum Abdi, um über das Abkommen zu beraten. Das Gespräch verlief jedoch nicht positiv, wie ein mit den Vorgängen vertrauter kurdischer Vertreter der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Demnach bestanden Differenzen zwischen al-Scharaa und Abdi bezüglich des "Mechanismus zur Umsetzung der Vertragsbedingungen".
Trotz des Abkommens meldeten sowohl die syrische Armee als auch kurdische Kräfte zudem weitere Kämpfe. In der Stadt Raka berichtete ein AFP-Reporter, heftigen Beschuss gehört zu haben. Die Armee schrieb von drei getöteten und weiteren verletzten Soldaten bei Auseinandersetzungen, machte aber zunächst keine Angaben zum Ort der Kämpfe. Später verlautete aus Kreisen des syrischen Verteidigungsministeriums, dass die Kämpfe geendet hätten.
Die kurdischen Kämpfer warfen der Armee vor, ihre Angriffe "trotz des Waffenstillstands fortzuführen". Demnach beschoss die Armee das Gefängnis al-Aktan, in dem sich Mitglieder des IS befinden, "um es zu stürmen".
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte indes ein "sofortiges" Ende jeglicher militärischer Aktivitäten.
G.Frei--VB