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Landwirte in Griechenland haben auch am Dienstag gegen die Regierung protestiert. Auf den Straßen des Landes sorgten "mehr als 20.000 Traktoren" für Verkehrsbehinderungen, wie Landwirtschaftsverbandsvertreter Sokratis Alifteiras der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Bauern demonstrieren gegen die verzögerte Auszahlung von EU-Agrarsubventionen.
Am Mittwochmorgen solle der Hafen von Volos nördlich von Athen blockiert werden, kündigte Alifteiras an. Am Montag hatten Bauern zwei Flughäfen auf der Urlaubsinsel Kreta blockiert.
Landwirte vor allem im Zentrum und im Norden Griechenlands demonstrieren seit Ende November für die Auszahlung von EU-Geldern. Diese hat sich wegen laufender Betrugsermittlungen verzögert: In rund tausend Fällen bekamen Menschen Subventionen für Land, das sie gar nicht besaßen, oder für Vieh, das nicht existierte. Es geht nach offiziellen griechischen Angaben um mehr als 30 Millionen Euro.
Der Skandal geht auf eine Änderung der Regelungen der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik im Jahr 2014 zurück. Seitdem hängen die Subventionszahlungen maßgeblich von der Größe der bewirtschafteten Fläche ab. In Griechenland waren viele Eigentumsverhältnisse zu diesem Zeitpunkt aber unklar, die Grundbücher lückenhaft.
G.Schmid--VB