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Louvre-Diebstahl: Ermittlungsverfahren gegen 38-jährige Verdächtige eingeleitet
Nach dem Kronjuwelen-Diebstahl im Pariser Louvre ist ein Ermittlungsverfahren gegen eine 38-jährige Frau eingeleitet worden. Sie wurde am Samstag einem Richter vorgeführt, der über die von der Staatsanwaltschaft geforderte Untersuchungshaft entscheiden sollte. Gegen die Verdächtige wird wegen Beihilfe zum Diebstahl durch eine organisierte Bande und wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Begehung einer Straftat ermittelt.
Die Frau aus La Courneuve im Département Seine-Saint-Denis war am Mittwoch mit vier weiteren Verdächtigen festgenommen worden. Einer der fünf sei am Freitag ohne Anklage wieder freigelassen worden, teilten seine Anwältinnen Sofia Bougrine und Noémie Gorin am Samstag mit.
Neben der 38-Jährigen wurden am Samstag weitere Festgenommene dem Richter vorgeführt, wie die Staatsanwaltschaft von Paris mitteilte.
Die fünf Festnahmen waren am Mittwoch in Paris und der Hauptstadt-Umgebung erfolgt. Unter ihnen war auch ein Hauptverdächtiger, wie die Staatsanwältin Laure Beccuau am Donnerstag sagte. DNA-Spuren hätten ihn mit dem Diebstahl in Verbindung gebracht. Die Staatsanwältin deutete an, dass der Mann zu dem Diebesquartett gehört habe, das den Raub am 19. Oktober verübt hatte.
Die vier Einbrecher waren mit Hilfe eines Lastenaufzugs in die erste Etage des berühmten Museums im Zentrum von Paris gelangt und hatten mit einem Trennschleifer zwei Vitrinen geöffnet. Die Diebe erbeuteten acht mit Diamanten und Edelsteinen verzierte Schmuckstücke der französischen Kronjuwelen.
Der Einbruch erfolgte eine halbe Stunde nach Museumsöffnung und dauerte keine zehn Minuten. Die Täter entkamen auf Motorrollern. Bereits am Samstag vergangener Woche wurden zwei Verdächtige festgenommen. Sie legten nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Teilgeständnis ab.
Der Schmuck im Wert von geschätzt 88 Millionen Euro ist noch nicht wieder aufgetaucht.
L.Maurer--VB