-
Nach fehlgeschlagener Hinrichtung: Christa Pike leidet unter ständigen Schmerzen
-
EU und Kanada wollen mit neuer Allianz "gemeinsam Krisen standhalten"
-
G20-Außenministertreffen in Atlanta: Wadephul gegen Familienfoto mit Lawrow
-
Merz und Wadephul fordern Diplomatie statt neuer Angriffe auf Iran nach Midterms
-
Feuerpause in Oleschky: Einwohner aus besetzter ukrainischer Stadt evakuiert
-
Wetterbilanz: Oktober war golden - aber auch überdurchschnittlich nass
-
Prozess um Mord an Fabian aus Güstrow: Verteidigung fordert Freispruch
-
Schwieriger Endspurt bei UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan
-
Papst Leo XIV. hat seine Stimme bei den Kongresswahlen in den USA abgegeben
-
"GenZ"-Proteste: Anklagen gegen Regierung und Appelle für friedliche Demos
-
Streit um Pestizid Glyphosat: Bayer siegt erneut vor US-Gericht
-
Druck von Behörden: Unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" muss Arbeit einstellen
-
"Ausschlaggebend war der Tankrabatt": Inflation geht auf 2,8 Prozent zurück
-
Cyberangriff auf Berliner Charité: Kontaktdaten abgegriffen
-
Bis zu vier Mal so viel wie im Vorjahr: Ölkonzerne machen Milliardengewinne
-
Kassen-Zusatzbeiträge sollen 2027 stabil bleiben - bei 2,9 Prozent
-
"GenZ"-Proteste: Initiatoren klagen Regierung an - Appelle für friedliche Demos
-
Landesweite Proteste in Italien gegen hohe Preise
-
Kanzler Merz betont nach Asien-Reise Bedeutung der Handelsbeziehungen
-
Kryptobörse Binance meldet massiven Hackerangriff - Höhe des Schadens unklar
-
Chemie-Industie: Evonik lehnt Übernahmeangebot von BASF ab
-
Iran-Krieg: Merz ruft zu diplomatischer Lösung auf
-
Strafbefehl erlassen: Berliner Polizist soll Interna weitergegeben haben
-
Evakuierung von Einwohnern aus russisch besetzter ukrainischer Stadt Oleschky begonnen
-
Regionalliga: DFB-Präsidium einigt sich auf Kompassmodell
-
Friedenspflicht in Metall- und Elektroindustrie endet - Warnstreiks ab Sonntag
-
Nach "Angst"-Eingeständnis von Eralp: Druck auf SPD zu Verzicht auf Koalition
-
Leichtes Wachstum: Deutsche Wirtschaft trotzt hohen Energiepreisen und Niedrigwasser
-
Berliner SPD lässt Mitglieder über mögliche rot-grün-rote Koalition abstimmen
-
Airline: Bei Bolsonaro-Flucht verwendetes Flugzeug wurde aus den USA bezahlt
-
Schwache Herbstbelebung am Arbeitsmarkt - Schlechtere Chancen für Ausbildungssuchende
-
DHB: Mit 14 Vize-Weltmeisterinnen zur EM - Smits als Edeljoker
-
Bus mit Schulkindern kracht in Bad Oldesloe in Hauswand: Mehrere Verletzte
-
CAS: Russland darf an Eishockey-WM in Deutschland teilnehmen
-
Bahn prüft Reduzierung des Zugverkehrs für mehr Pünktlichkeit
-
Schlägerei auf Supermarktparkplatz in Sachsen: 43-Jähriger stirbt
-
Linnemann legt Krankenkassen-Zusatzbeitrag für 2027 auf 2,9 Prozent fest
-
Bewaffnete Frontdienste im Irak: Prozess gegen mutmaßliches IS-Mitglied in Hamburg
-
Amazons Cloud-Geschäft boomt - Konzernumsatz und -gewinn aber unter Erwartungen
-
Bayern im Klassiker ohne Neuer - Kimmich trainiert
-
Treppeneinsturz auf Schulbaustelle: Zwei Arbeiter in Gronau ums Leben gekommen
-
Deutschlands Wirtschaft im dritten Quartal leicht gewachsen
-
Druck von Behörden: Unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" gibt Schließung bekannt
-
Philippinen: Behörden erhöhen Warnstufe nach Ausbruch des Vulkans Mayon
-
Schwache Herbstbelebung am Arbeitsmarkt - 44.000 mehr Arbeitslose als im Vorjahr
-
Quartalsgewinn von Audi eingebrochen - Autobauer korrigiert Prognose nach unten
-
Kassel-Calden: Brandanschlag auf Baustelle von Rüstungs-Logistikzentrum
-
Merz äußert bei Besuch in Südkorea Hoffnung auf Wiedervereinigung mit dem Norden
-
SPD-Fraktionsvize: Berliner SPD soll nicht mit Linke koalieren
-
Steinmeier drängt in Peking auf ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland
Mahnmal für im Nationalsozialismus verfolgte Zeugen Jehovas eingeweiht
Im Berliner Tiergarten ist am Mittwoch das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas der Öffentlichkeit übergeben worden. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) nannte das Denkmal "eine Verbeugung vor den Opfern des Nationalsozialismus". Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) erklärte, mit dem Mahnmal werde eine Lücke in der deutschen Erinnerungskultur geschlossen.
Mitglieder der Religionsgemeinschaft leisteten Widerstand, lehnten den Militärdienst ab und traten keinen NS-Organisationen bei. Viele halfen anderen Verfolgten. Fast 14.000 Zeugen Jehovas wurden im Nationalsozialismus inhaftiert. Mehr als 1700 von ihnen starben nach Angaben der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die auch dieses Mahnmal betreut.
"Sie wurden als sogenannte Kriegsdienstverweigerer hingerichtet. Oder sie kamen unter unmenschlichen Bedingungen in Haft ums Leben", sagte Bundestagspräsidentin Klöckner in ihrer Rede zur Einweihung des Denkmals.
Sie erinnerte daran, dass das Grundgesetz in der Bundesrepublik die Glaubensfreiheit schützt. "Es schützt religiöse Minderheiten, gerade auch Minderheiten, deren Überzeugungen vielen auch fremd sind", sagte Klöckner. "Und es schützt ebenso die Freiheit, einer Religionsgemeinschaft nicht anzugehören."
Kulturstaatsminister Weimer erklärte, mit dem Mahnmal erhalte eine lange Zeit weniger bekannte Opfergruppe des Nationalsozialismus einen sichtbaren Ort des Erinnerns und Gedenkens.
Für Jehovas Zeugen in Deutschland erklärte deren Sprecher Sebastian Stock: "Wir hoffen, dass das Mahnmal daran erinnert, dass man sein Gewissen und seine Menschenwürde niemals aufgeben darf – selbst unter den schwierigsten Umständen."
Etwa 400 Menschen hatten sich zur Übergabe des Denkmals an die Öffentlichkeit im Tiergarten versammelt. Einige von ihnen trugen eine kleine lila Blume auf ihrer Kleidung. In NS-Konzentrationslagern waren Zeugen Jehovas mit einem lila Winkel stigmatisiert worden.
Der Bundestag hatte 2023 für die Errichtung des Denkmals gestimmt. Die fünf Meter hohe Bronzeskulptur steht am Goldfischteich im Berliner Tiergarten. Gestaltet wurde sie von Matthias Leeck als "physischer Ausdruck unbeugsamer Haltung", wie der Künstler bei der Einweihung sagte. An der Stelle fand 1936 eine Verhaftungsaktion der Gestapo gegen die Zeugen Jehovas statt.
Die Verfolgung der Religionsgemeinschaft ist derzeit auch Thema am Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Für Freitag ist dort eine Entscheidung über das Familienarchiv von Annemarie Kusserow angekündigt. Sie überlebte Verfolgung und Krieg und dokumentierte die Verfolgung ihrer Familie im Nationalsozialismus.
Inzwischen sind einige Dokumente aus dem Archiv im Militärhistorischen Museum in Dresden ausgestellt. Denn Annemarie Kusserows Bruder verkaufte es 2009 nach ihrem Tod an den Staat. Wie es dazu kam, ist nicht ganz klar. Die Zeugen Jehovas wollen nicht, dass es in einem Museum der Bundeswehr ausgestellt ist, da sie Militärdienst ablehnen. Sie wollen das Archiv zurück und selbst ausstellen.
G.Frei--VB