-
Dank Bellingham und Kane: England gewinnt Thriller gegen Mexiko
-
Bundeskabinett beschließt Haushaltsentwurf für 2027
-
Klopp über "Causa Balogun": "Das stellt alles infrage"
-
Norwegens größter Erfolg: Haaland wirft Brasilien raus
-
Medien: Trump rief Infantino wegen Balogun-Sperre an
-
Hurkacz gibt auf: Struff im Viertelfinale gegen Sinner
-
Balogun-Sperre aufgehoben: Belgien prüft "alle Optionen"
-
Hurkacz gibt auf: Struff im Viertelfinale
-
Sprecherin: Trump trifft bei Nato-Gipfel in Ankara Selenskyj und al-Scharaa
-
Trauerfeiern im Iran: Chameneis Sohn und Nachfolger fehlt auch am zweiten Tag
-
Wimbledon: Topfavoritin Sabalenka scheitert an Osaka
-
Festnahmen in Türkei vor Nato-Gipfel in Ankara - Kritik der Opposition
-
"Vieles für Arbeitnehmer drin": Klingbeil verteidigt Reformpaket
-
Waldbrände in mehreren Ländern Südeuropas: Lage in Südfrankreich besonders angespannt
-
Für 50 Millionen: Hoffenheimer Touré wechselt nach Newcastle
-
106. Sieg: Djokovic zieht an Federer vorbei
-
Machtdemonstration: Pogacar schenkt del Toro den Etappensieg
-
"Endlich!" Leclerc gewinnt Spektakel - Antonelli punktlos
-
Leclerc gewinnt Spektakel in Silverstone - Antonelli punktlos
-
US-Innenminister: Aufmarsch von Rechtsextremen ist Ausdruck von Meinungsfreiheit
-
Rund 1,5 Millionen Menschen feiern Christopher Street Day in Köln
-
AfD erhebt Machtanspruch und stärkt Doppelspitze - begleitet von Protesten
-
Anti-AfD-Proteste in Erfurt: Positive Polizeibilanz - Bündnis verteidigt Blockaden
-
Neue Vorwürfe gegen Reform-UK-Chef Farage wegen nicht offengelegter Geschenke
-
Opec+ erhöht abermals die Ölförderquote
-
Waldbrand bedroht dritte Tour-Etappe
-
"Wir werden siegen": AfD-Spitze bekräftigt zum Ende des Parteitags Machtanspruch
-
Polizeibilanz zu Protesten gegen AfD in Erfurt: "Überwiegend friedlich"
-
Zehntausende Iraner nehmen Abschied von Machthaber Ali Chamenei
-
Proteste gegen AfD in Erfurt: Linkes Bündnis wertet Blockaden als Erfolg
-
Merz sieht Reformbereitschaft in Deutschland - und kündigt weitere Schritte an
-
Bauprojekt von Trump-Familie in Albanien: Zehntausende fordern Regierungsrücktritt
-
Bei Rot über die Ampel: Zwei Tote bei Verkehrsunfall in Niedersachsen
-
Unbeschwerte Freizeit für alle: Spender zahlt in Schwalmstadt Freibad für Kinder
-
Rohr über afrikanische WM-Bilanz: "Das ist noch ein Manko"
-
Prinz Harry reist ohne Meghan und die Kinder nach London
-
AfD-Parteitag in Erfurt fortgesetzt - Reden von Weidel und Chrupalla
-
Feier im Madison Square Garden: Taylor Swift und Travis Kelce haben geheiratet
-
Zweiter Tag der Trauerfeiern im Iran: Gebete an Chameneis Sarg ohne Modschtaba
-
250 Jahre USA: Trump feiert sich selbst und warnt vor "Kommunisten"
-
250 Jahre USA: Trump warnt vor Übernahme durch "Kommunisten"
-
Trump führt Telefongespräche mit Putin und Selenskyj über Lage in der Ukraine
Skandal um vermeintlichen Missbrauch: Angebliche Kronzeugin in Niedersachsen angeklagt
Nach der zu Unrecht erfolgten Verurteilung mehrerer enger Verwandter einer Frau aus Niedersachsen wegen sexuellen Missbrauchs hat die Staatsanwaltschaft in Braunschweig eine ehemalige mutmaßliche Kronzeugin wegen falscher Verdächtigung und Falschaussage angeklagt. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, soll die heute 32-Jährige im Rahmen eines gemeinsam mit dem angeblichen Vergewaltigungsopfer ausgedachten ausgeklügelten Tatplans Strafverfolgungsbehörden und Gerichte getäuscht und die später freigesprochenen angeblichen Täter grob wahrheitswidrig belastet haben.
Die Anklage erging zum Amtsgericht Braunschweig, das diese nun prüfen und über die Prozesseröffnung entscheiden muss. Bei der Beschuldigten handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um die frühere Lebensgefährtin des angeblichen Opfers, einer jungen Frau aus Goslar.
Die mittlerweile 32-Jährige ließ sich demnach auf Basis eines falschen Geständnisses sogar selbst als mutmaßliche Sexualstraftäterin zu einer mehr als sechsjährigen Haftstrafe verurteilen, um sich anschließend als Kronzeugin anzubieten und als mutmaßliche Mittäterin die Mutter und den Stiefvater ihrer Lebensgefährtin umso glaubwürdiger belasten zu können.
Mutter und Stiefvater der jungen Frau wurden unter anderem auch wegen der Aussage der nun angeklagten früheren Lebensgefährtin 2022 angeklagt und in einem ersten Strafprozess im Juni 2023 zu langen Haftstrafen und teils zusätzlich Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Bundesgerichtshof hob die Urteile später auf. In einem weiteren Prozess wurden die Mutter und der Stiefvater im September 2024 rechtskräftig von allen Vorwürfen freigesprochen, die sich inzwischen als unwahr herausgestellt hatten.
Im Zentrum des als potenzieller Justizskandal bekanntgewordenen Falls steht eine junge Frau aus Goslar, die nach eigenen Angaben über lange Zeit von einem angeblichen organisierten Täterring sexuell missbraucht und sadistisch gequält wurde. Zu diesem sollten unter anderem auch ihre Mutter und ihr Stiefvater gehören. Laut Staatsanwaltschaft ging es ihr zunächst um Erzeugung von Aufmerksamkeit gegenüber Therapeuten und Betreuern. Später belastete sie ihre Verwandten auch bei Ermittlern.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kooperierte die junge Frau dabei ab 2020 eng mit ihrer nun angeklagten früheren Lebensgefährtin. Beide lernten sich demnach Ende 2020 bei einem gemeinsamen Klinikaufenthalt kennen und wurde ein Paar. Die heute 32-Jährige glaubte demnach die Geschichten von dem sadistischen Täterring "uneingeschränkt" und entwickelte gemeinsam mit ihrer Freundin die Idee, sich selbst als Täterin zu bezichtigen und gemeinsam mit ihr Beweise zu inszenieren.
In der Folge wurde sie auf Grundlage eines falschen Geständnisses selbst verurteilt und belastete als angebliche Mittäterin die Mutter und den Stiefvater ihrer Partnerin in Vernehmungen wahrheitswidrig schwer. Sie sei bereit gewesen, sich "für diese aufzuopfern", erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag. Gemeinsames Ziel der beiden Frauen sei dabei eine Inhaftierung der Mutter und des Stiefvaters gewesen.
Die beiden Beschuldigten saßen nach Angaben der Staatsanwaltschaft 684 Tage, also fast zwei Jahre, unschuldig in Untersuchungshaft. Gegen ihre Tochter beziehungsweise Stieftochter, die vor Gericht als Nebenklägerin auftrat, wird wegen der falschen Vorwürfe demnach gesondert ermittelt.
R.Kloeti--VB