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Kapitol-Sturm 2021: Trump-Regierung entschädigt Familie erschossener Angreiferin
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will nach Medienberichten fast fünf Millionen US-Dollar (4,4 Millionen Euro) an die Familie einer Frau zahlen, die am 6. Januar 2021 beim Sturm auf das Kapitol erschossen wurde. Das sehe ein Vergleich vor, auf den sich die Regierung und die Familie von Ashli Babbitt geeinigt hätten, berichteten die "Washington Post" und der Sender CBS News am Montag.
Babbitts Familie hatte ursprünglich sogar 30 Millionen Dollar Entschädigung verlangt. Die Frau hatte mit anderen radikalen Trump-Anhängern den Kongress gestürmt, als dort der Sieg des Demokraten Joe Biden gegen den Republikaner bei der Präsidentschaftswahl formell bestätigt werden sollte.
Die 35-jährige Babbitt versuchte, durch die eingeschlagene Scheibe einer Tür nahe des Plenarsaals im Repräsentantenhaus zu steigen. Ein Polizist gab daraufhin einen tödlichen Schuss auf sie ab.
Trump sprach danach immer wieder über Babbitts Tod und nannte die Luftwaffen-Veteranin eine "unschuldige, wunderbare, unglaubliche Frau". Die Anhänger des Rechtspopulisten feiern sie bis heute als "Märtyrerin".
Trump hatte an seinem ersten Tag im Amt in diesem Januar mehr als 1500 Kapitol-Angreifer per Dekret begnadigt. Sie hatten 2021 den Kongress gestürmt, nachdem Trump Biden Wahlbetrug vorgeworfen hatte. Bei der Gewalt wurden rund 140 Polizisten verletzt und Büros verwüstet, zahlreiche Abgeordnete versteckten sich in Todesangst vor den Schlägern.
H.Kuenzler--VB