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Pentagon beendet akademische Zusammenarbeit mit Uni Harvard
Das US-Verteidigungsministerium beendet seine Zusammenarbeit mit der Elite-Universität. Soldaten würden künftig nicht mehr für Studienprogramme nach Harvard geschickt, kündigte Verteidigungsminister Pete Hegseth am Freitag (Ortszeit) an. Die Harvard-Universität wird von der Regierung von Präsident Donald Trump schon seit vergangenem Jahr massiv unter Druck gesetzt. Die Regierung wirft Harvard und anderen Elite-Hochschulen des Landes vor, von linksgerichteten Anschauungen geprägt zu sein.
Hegseth erklärte: "Zu lange hat dieses Ministerium unsere besten und klügsten Offiziere nach Harvard geschickt, in der Hoffnung, dass die Universität unsere Kriegerkaste besser verstehen würde." Stattdessen seien aber viele Offiziere zurückgekehrt, die den Kopf voll gehabt hätten mit "globalistischen und radikalen Ideologien, die unsere Kampftruppe nicht verbessern".
Die Zusammenarbeit mit Harvard solle zum Studienjahr 2026/2027 eingestellt werden, so dass laufende Jahrgänge ihre Ausbildung noch beenden könnten, teilte das Pentagon mit. Das Verteidigungsministerium schickt bislang Armeemitglieder zur militärischen Ausbildung, im Rahmen von Stipendien oder weiteren Programmen nach Harvard.
"Harvard ist woke; das Kriegsministerium ist es nicht", schrieb Hegseth im Onlinedienst X. Er bezeichnet das Verteidigungsministerium inzwischen als "Kriegsministerium". Das Attribut "woke" wird in rechtsgerichteten Kreisen als Synonym für angeblich intolerante und extreme gesellschaftspolitische Haltungen linker Kräfte verwendet.
Hegseth kündigte ferner an, dass die Zusammenarbeit seines Ministeriums mit allen Universitäten der sogenannten Ivy League überprüft werden solle. "Ivy League" ist ein Sammelbegriff für besonders prestigereiche Unis im Nordosten der USA, zu ihr gehören unter anderem auch Princeton und Yale.
Hegseth selbst hat Abschlüsse aus Princeton und Harvard, gab seine Zeugnisse dieser Hochschulen aber nach eigenen Angaben zurück. Er war bereits vor seiner Zeit als Minister für seine Kritik an der sogenannten Woke-Ideologie bekannt.
Die US-Regierung und Harvard liefern sich derzeit einen Rechtsstreit um eingefrorene Bundeszuschüsse. Am Montag forderte die Regierung die Hochschule zu einer Schadenersatzzahlung von einer Milliarde Dollar (850 Millionen Euro) auf. Trump erklärte, er wolle "künftig nichts mehr" mit Harvard zu tun haben.
Der Präsident geht seit seinem Amtsantritt vor mehr als einem Jahr gegen eine Reihe von Universitäten vor, die nach seiner Ansicht einen linksgerichteten Kurs verfolgen. Dabei setzt er die Beschränkung von Bundesmitteln als Instrument ein.
D.Schaer--VB