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Argentinien: Messi vor Rückkehr, HSV-Profi Capaldo vor Debüt
Weltmeister Argentinien kann offenbar rechtzeitig zum Start der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) wieder auf seinen zuletzt angeschlagenen Superstar Lionel Messi zählen. "Leo geht es gut, er hat bereits teilweise mit der Mannschaft trainiert, er ist nicht mehr komplett abgesetzt", sagte Nationaltrainer Lionel Scaloni: "Es ist möglich, dass er in den Freundschaftsspielen ein paar Minuten zum Einsatz kommt." Der Titelverteidiger bestreitet vor seinem WM-Auftakt am 17. Juni noch zwei Testspiele gegen Honduras (Sonntag, 2.00 Uhr MESZ) und Island (Mittwoch, 3.00 Uhr MESZ).
Messi (38) hatte sich im letzten Spiel seines Klubs Inter Miami eine Zerrung im linken Oberschenkel zugezogen. "Es geht ihm viel besser, und das beruhigt uns", sagte Scaloni. Neben dem achtmaligen Ballon-d'Or-Gewinner fehlen oder wackeln aber weitere Leistungsträger.
Stammtorhüter Emiliano Martínez fällt für beide Testspiele mit einem Fingerbruch aus, die Außenverteidiger Nahuel Molina und Gonzalo Montiel laborieren an Muskelverletzungen, Innenverteidiger Cristian Romero ist nach Knieproblemen erst wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.
Davon profitiert voraussichtlich Nicolás Capaldo vom Hamburger SV. Der 27-Jährige hat es zwar nicht in den WM-Kader geschafft, wurde aber dennoch für die Testspiele nominiert und könnte nun sein Debüt geben.
Ungewiss bleibt darüber hinaus der Einsatz mehrerer Offensivkräfte. Nicolás Paz, Leandro Paredes und Julián Álvarez kämpfen mit Blessuren und sollen in den Tests geschont werden.
"Die Lage verbessert sich", sagte Scaloni in Hinblick auf die angespannte Personallage. Die kommende Woche werde zeigen, "wo genau wir stehen". In Gruppe J trifft der Weltmeister von 2022 auf Algerien (17. Juni), Österreich (22. Juni) und Jordanien (28. Juni) – bis dahin will Scaloni ein möglichst vollständiges und belastbares Team formen.
D.Schlegel--VB