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Schauspielerin Elizabeth Hurley bricht in Prozess gegen Boulevardmedien in Tränen aus
Die Schauspielerin Elizabeth Hurley ist in einem Prozess gegen britische Boulevardmedien in Tränen ausgebrochen. Die 60-Jährige warf dem Zeitungsverlag ANL am Donnerstag in ihrer Zeugenaussage vor dem Londoner High Court ein "monströses" Vorgehen vor. Am Fenster ihres Esszimmers seien heimlich Mikrofone angebracht worden, "ich wurde abgehört", berichtete Hurley. Sie habe das als "zutiefst verletzend" empfunden.
Hurley hatte den Prozess gegen den Verlag der Zeitungen "Daily Mail" und "Mail on Sunday" zusammen mit anderen Prominenten angestrengt. Zu den Klägerinnen und Klägern gehören auch Prinz Harry, Popstar Elton John und dessen Ehemann David Furnish sowie die Schauspielerin Sadie Frost. Sie werfen dem Boulevardverlag ANL illegale Informationsbeschaffung vor.
Auch Prinz Harry, der jüngere Sohn von König Charles III., war bei seiner Aussage vor Gericht am Mittwoch sehr bewegt und den Tränen nahe gewesen. Er warf den britischen Boulevardmedien vor, das Leben seiner Frau Meghan "zur Qual" gemacht zu haben. Das Vorgehen der von ihm verklagten Zeitungen sei "schrecklich" gewesen.
Prinz Harry erschien am Donnerstag erneut vor Gericht. Damit habe der in den USA lebende 41-Jährige "Solidarität mit den anderen Klägern zeigen" wollen, teilte sein Sprecher britischen Medien mit.
Prinz Harry und die übrigen Klägerinnen und Kläger werfen dem Verlag ANL unter anderem vor, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Autos und Wohnungen zu verwanzen sowie illegal private Telefongespräche abzuhören. Zudem hätten die Detektive falsche Identitäten angegeben, um an medizinische Unterlagen zu gelangen. Die Taten sollen zwischen 1993 und 2018 begangen worden sein.
Der Prozess soll voraussichtlich neun Wochen dauern, im Februar werden die Zeugenaussagen von Elton John und David Furnish erwartet. ANL weist alle Vorwürfe zurück.
K.Hofmann--VB