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Oscar-Verleihung in Hollywood hat begonnen
Die 97. Oscar-Verleihung hat begonnen. Nach einer Hommage auf die Filmstadt Los Angeles in Form einer Film-Collage sangen am Sonntag (Ortszeit) zunächst Ariana Grande und Cynthia Erivo, die in der zehnfach nominierten Fantasy-Musicalverfilmung "Wicked" die Hauptrollen spielten, Musical-Klassiker wie "Over the Rainbow". Danach begrüßte der Komiker und Moderator Conan O'Brien, der die Gala zum ersten Mal moderiert, das Publikum im Dolby Theatre in Hollywood mit einem Feuerwerk an Gags.
Die Verleihung der begehrten Trophäen soll etwa dreieinhalb Stunden dauern. Bei der Königskategorie "Bester Film" dürften der insgesamt acht Mal nominierte Vatikan-Thriller "Konklave" des deutsch-schweizerischen Regisseurs Edward Berger und die Low-Budget-Produktion "Anora" über die Liaison zwischen einer New Yorker Stripperin und einem russischen Oligarchensohn das Rennen unter sich ausmachen.
Ursprünglich ein Favorit war auch der 13-fach nominierte Musical-Thriller "Emilia Pérez" über einen mexikanischen Drogenbaron, der nach einer Geschlechtsumwandlung ein neues Leben als Frau beginnt. Doch das Bekanntwerden früherer rassistischer und Islam-feindlicher Äußerungen der Hauptdarstellerin, der transsexuellen Spanierin Karla Sofía Gascón, hat die Erfolgschancen des Films nach Ansicht von Experten deutlich verringert.
Mit jeweils zehn Kategorien am zweithäufigsten nominiert sind "Wicked" und das Drama "Der Brutalist". Dessen Hauptdarsteller, der 51-jährige US-Schauspieler Adrien Brody, kann sich ebenso Hoffnungen auf einen Oscar machen wie sein 29-jähriger Kollege Timothée Chalamet. Auch der Brite Ralph Fiennes, der in "Konklave" die Hauptrolle spielt, zählt zu den fünf Nominierten in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller.
Als beste Hauptdarstellerinnen sind unter anderem die 25 Jahre alte US-Schauspielerin Mikey Madison für ihre Rolle in "Anora" und ihre 62-jährige Kollegin Demi Moore für ihre Rolle in dem gesellschaftskritischen Horrorfilm "The Substance" nominiert.
Für Deutschland geht die hochpolitische iranisch-deutsch-französische Co-Produktion "Die Saat des heiligen Feigenbaums" ins Rennen um den Preis für den besten internationalen Film. Das Drama des iranischen Regisseurs Mohammad Rasoulof spielt während der Massenproteste im Iran unter dem Slogan "Frau, Leben, Freiheit", die im September 2022 begonnen hatten.
M.Vogt--VB