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Merz verurteilt Huthi-Angriffe auf saudiarabische Öltanker
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz auf saudiarabische Öltanker im Roten Meer "aufs Schärfste" verurteilt. "Sie müssen unverzüglich eingestellt werden", erklärte Merz am Donnerstagabend in Bezug auf die Angriffe der jemenitischen Miliz. "Jede Form einer Seeblockade ist inakzeptabel", fügte der Bundeskanzler hinzu.
Die "rücksichtslosen Angriffe" gefährdeten die Freiheit der Schifffahrt und drohten, die regionale Stabilität weiter zu untergraben, erklärte Merz weiter. "Wir stehen solidarisch an der Seite von Saudi-Arabien und unseren Partnern in der Region."
Die von Teheran unterstützten Huthis im Jemen hatten zuvor erklärt, zwei saudiarabische Öltanker mit Raketen und Drohnen angegriffen zu haben. Saudi-Arabien bestätigte bislang den Angriff auf ein Schiff, auf dem Feuer an Bord ausgebrochen sei. Die Huthis hatten am Montag eine Seeblockade für Schiffe aus Saudi-Arabien angekündigt.
Nach Angaben des Datenspezialisten Kpler fuhren dennoch weiter Schiffe durch das Rote Meer. Bis 17.00 Uhr Ortszeit waren es am Donnerstag 18 Schiffe. Am Mittwoch waren es über den ganzen Tag hinweg 26 gewesen.
Der Vorfall schürte die Furcht vor einer Ausweitung des Iran-Krieges. Wegen des Konflikts ist bereits die für den Seetransport wichtige Straße von Hormus seit Monaten weitgehend gesperrt. Der Ölpreis, der sich deswegen bereits auf einem hohen Niveau befand, stieg am Donnerstag weiter stark an.
B.Wyler--VB