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Verstorbener US-Präsident Carter in Washington aufgebahrt
Die sterblichen Überreste des im Alter von 100 Jahren gestorbenen früheren Präsidenten Jimmy Carter haben die US-Haupstadt Washington erreicht. Carters Leiche wurde am Dienstag aus der Stadt Atlanta in Carters Heimatbundesstaat Georgia an Bord eines Präsidentenflugzeugs zunächst zum Luftstützpunkt Andrews in der Nähe Washingtons geflogen. In der verschneiten Hauptstadt wird der Verstorbene bis Donnerstag aufgebahrt bleiben.
In Washington angekommen wurde der in eine US-Flagge gehüllte Sarg von der Gedenkstätte US Navy Memorial - ein Verweis auf Carters Militärdienst auf U-Booten - bis zum Kapitol gebracht. Hunderte Armeeangehörige begleiteten die Prozession. Danach brachten militärische Sargträger die sterblichen Überreste des früheren Staatschefs in die Rotunde des Kapitols, wo ein kurzer Gottesdienst in Anwesenheit von Carters Familie, Kongressmitgliedern und anderen Würdenträgern wie der US-Vizepräsidentin Kamala Harris stattfand.
Am Donnerstag findet in der National Cathedral die Zeremonie für das Staatsbegräbnis statt. Der scheidende Präsident Joe Biden wird die Trauerrede halten. Als Gäste werden unter anderem alle vier noch lebenden US-Präsidenten, Bill Clinton, George W. Bush, Barack Obama und Donald Trump erwartet. Biden hatte den Donnerstag zum nationalen Trauertag erklärt, alle Bundesbehörden werden geschlossen bleiben.
Nach den offiziellen Trauerfeierlichkeiten in Washington wird Carters Sarg wieder zurück nach Georgia geflogen, wo Carter an der Seite seiner 2023 gestorbenen Ehefrau Rosalynn beerdigt wird.
Carter war drei Monate nach seinem 100. Geburtstag am 29. Dezember in seinem Haus in Plains, Georgia, im Kreise seiner Familie gestorben. Der Demokrat war von 1977 bis 1981 US-Präsident. 2002 wurde er für sein humanitäres Engagement mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
G.Haefliger--VB