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Streik legt Nahverkehr in Paris lahm
Wegen eines Streiks für höhere Gehälter ist am Donnerstag in Paris der Nahverkehr erheblich gestört worden. Die Hälfte der U-Bahnlinien fiel komplett aus, bei den anderen fuhren nur wenigen Bahnen. Lediglich zwei automatisch fahrende Metros befanden sich im Normalbetrieb. Der Verkehrsverbund rief die Fahrgäste auf, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten.
Bei der Bahn beteiligten sich nur wenige Beschäftigte am Streik. Der Fernverkehr blieb nahezu unbeeinträchtigt, lediglich im Regionalverkehr und im Großraum Paris fielen Züge aus. In Frankreich ist am Freitag Feiertag, viele Franzosen fürchteten wegen der Streiks um ihre Pläne für ein langes Wochenende.
Die Beschäftigten verlangen angesichts der hohen Inflation eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Am Nachmittag war in Paris eine Demonstration angemeldet.
Im Oktober hatte ein wochenlanger Streik an Raffinerien und in Treibstoffdepots zu Benzinknappheit in weiten Landesteilen geführt. In Frankreich lag die Inflation im Oktober bei etwa sechs Prozent, deutlich niedriger als in Deutschland.
L.Dubois--BTB