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Ifo-Institut: Geschäftserwartungen der Glasbranche so schlecht wie lange nicht
Die Geschäftserwartungen der besonders energieintensiven Glasbranche sind auf den niedrigsten Stand seit über drei Jahrzehnten gesunken. Nach Angaben des Münchner Ifo-Instituts lag dieser Wert im September bei minus 62 Punkten für die Produzenten von Glas, Keramik, Stein und Erden. Das ist der schlechteste Stand seit 1991.
"Die getrübte Stimmung im Bau, sehr hohe Energiepreise und die Unsicherheit über die weitere Gasversorgung lassen die Branche so pessimistisch wie noch nie in die Zukunft blicken", erklärte das Institut am Donnerstag.
In der Glasindustrie wird während des Produktionsprozesses viel Energie benötigt, weshalb die Branche besonders unter der Energiekrise leidet. Die Branche hat in der in der Industrie einen der höchsten Anteile der Energiekosten am Produktionswert.
Wegen der unsicheren Lage fuhren die Firmen laut Ifo auch ihre Produktionspläne zurück. Sie sanken auf minus 16,8 Punkte, nach minus 9,9 Punkten im August. Im Gegensatz dazu bewerteten die Firmen ihre gegenwärtige Geschäftslage im September mit plus 28 Punkten noch überwiegend positiv. Hierbei dürfte der hohe Auftragsbestand eine Rolle spielen, der mit einer Reichweite von 3,3 Monaten weiter über dem langjährigen Durchschnitt liegt, schätzte das Forschungsinstitut.
I.Meyer--BTB