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ZEW: Wirtschaftsausblick für Deutschland verschlechtert sich
Der wirtschaftliche Ausblick für Deutschland hat sich nach Einschätzung von Finanzexperten und -expertinnen weiter verschlechtert. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim am Dienstag auf der Grundlage seiner Oktober-Umfrage mitteilte, geht die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage stark zurück und liegt derzeit bei minus 72,2 Punkten - noch einmal 11,7 Punkte unter dem Wert des Vormonats.
Zwar steigen die Konjunkturerwartungen - also die Einschätzung für die Entwicklung in den kommenden sechs Monaten - geringfügig an, der Index liegt nun bei minus 59,2 Punkten nach minus 61,9 Punkten im September.
Jedoch werde nicht nur die aktuelle Lage schlecht beurteilt, sondern die Wahrscheinlichkeit für einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in den nächsten sechs Monate sei "erheblich angestiegen", teilte das ZEW mit. "Insgesamt hat sich der wirtschaftliche Ausblick somit erneut verschlechtert", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die aktuellen Ergebnisse.
Das Institut fragt für den Index monatlich Expertinnen und Experten aus Banken, Versicherungen und Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren Einschätzungen zu wichtigen internationalen Finanzmarktdaten wie Inflationsraten, Zinsen, Aktienindizes, Wechselkursen und dem Ölpreis. Der ZEW-Index gilt als wichtiger Indikator für die konjunkturelle Entwicklung.
Für die aktuellen Daten wurden vom 10. bis 17. Oktober 176 Analysten und institutionelle Anleger befragt.
P.Anderson--BTB