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Eurowings kritisiert Pilotenstreik ab Montag
Die Lufthansa-Tochter Eurowings hat den von der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ab Montag angekündigten Pilotenstreik bei der Fluggesellschaft kritisiert. "Die VC gefährdet mit der neuerlichen Streikdrohung mutwillig die Zukunft der Eurowings Deutschland", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung von Finanz- und Personalgeschäftsführer Kai Duve. Eurowings bedauere die Auswirkungen auf die Fluggäste und entschuldige sich für die mit dem Streik verbundenen Unannehmlichkeiten.
Der VC-Ankündigung vom Freitag zufolge wollen die Eurowings-Piloten von Montag bis Mittwoch in den Ausstand treten. Zuvor hatte es bereits in der zurückliegenden Woche einen eintägigen Streik gegeben. Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag waren bei Eurowings gescheitert. Dabei geht es vor allem um Forderungen von VC nach einer Reduzierung der Arbeitsbelastung für das Cockpit-Personal.
Duve wies darauf hin, dass Eurowings ein Entlastungspaket angeboten habe, das immerhin zehn der von VC geforderten 14 zusätzlichen freien Tage pro Jahr vorsehe. Außerdem sei das Unternehmen bereit, die Wochenarbeitszeit um zwei Stunden zu verringern. "Wer in diesem Entgegenkommen kein verhandlungsfähiges Angebot sehen will, hat jedes Maß und jede Mitte verloren", kritisierte der Geschäftsführer.
Er kündigte an, das Unternehmen werde versuchen, die Streikauswirkungen etwa durch Umbuchungen auf Lufthansa-Flüge so gering wie möglich zu halten. Mittelfristig drohten durch die Gewerkschaftsforderungen aber eine Verringerung des Flugbetriebs sowie der Wegfall von Arbeitsplätzen.
Die Gewerkschaft hatte die Angebote von Eurowings als "völlig unzureichend" zurückgewiesen. VC warf dem Unternehmen auch vor, "auf Zeit spielen zu wollen". Die Gewerkschaft fordert vor allem eine Begrenzung der maximalen Flugdienstzeiten und eine Verlängerung der Ruhezeiten der Piloten und Pilotinnen.
H.Seidel--BTB