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Hohe Gaspreise verteuern Produktion von Mineraldünger - Absatz eingebrochen
Die hohen Gaspreise wirken sich auch auf den Absatz von Düngemitteln in Deutschland aus: Erdgas wird als Rohstoff und als Energiequelle im Produktionsprozess benötigt, mit den Gaspreisen sind seit dem Frühjahr auch die Düngerpreise stark gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Der Absatz von Phosphat- und Kalidünger brach im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um die Hälfte ein.
Die Erzeugerpreise für Düngemittel und Stickstoffverbindungen lagen im August um mehr als das Doppelte über denen im August 2021, wie die Statistiker weiter mitteilten. Bereits im März 2022, dem ersten Monat nach Beginn des Krieges in der Ukraine, lagen sie um rund 87 Prozent höher als im März 2021.
Auch der Außenhandel mit Dünger auf Phosphat-, Stickstoff- oder Kaliumbasis ging zurück: Im ersten Halbjahr wurden 2,1 Millionen Tonnen importiert, elf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Export nahm um 3,9 Prozent auf 4,6 Millionen Tonnen ab.
Auswirkungen hat dies vor allem in der Landwirtschaft. Im Jahr 2020 wurden auf fast 70 Prozent der bewirtschafteten Fläche in Deutschland Mineraldünger ausgebracht.
Der Deutsche Bauernverband hatte erst vor kurzem eine nationale Düngemittelreserve gefordert. Ohne den besonders wichtigen Stickstoffdünger "würden die Erträge sofort um 30 bis 40 Prozent einbrechen", warnte Präsident Joachim Rukwied.
R.Adler--BTB