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Portugal fordert Air France-KLM und Lufthansa zu verbindlichem Angebot für TAP auf
Die portugiesische Regierung hat die an einer Übernahme der Airline TAP interessierten Konzerne Air France-KLM und Lufthansa zur Abgabe verbindlicher Angebote aufgefordert. Sie hätten dafür drei Monate Zeit, hieß es nach einer Kabinettssitzung am Donnerstag. Infrastrukturminister Miguel Pinto Luz, der für die Privatisierung von TAP zuständig ist, erklärte, eine endgültige Entscheidung könne dann im August oder Anfang September fallen.
Die Lufthansa und der niederländisch-französische Luftfahrtkonzern Air France-KLM hatten Anfang April jeweils offiziell Interesse an einer Übernahme bekundet. "Zwei der drei großen europäischen Luftfahrtkonzerne (...) sind im Rennen, was die Attraktivität des Unternehmens und des Landes unterstreicht", sagte Portugals Finanzminister Joaquim Miranda Sarmento am Donnerstag.
TAP war 2020 im Zuge der Corona-Pandemie vom Staat gerettet und verstaatlicht worden. Im vergangenen September hatte Lissabon angekündigt, das Unternehmen wieder privatisieren und seine 49,9 Prozent Anteile verkaufen zu wollen. Für internationale Fluggesellschaften ist die Airline vor allem wegen ihrer Verbindungen nach Brasilien und ins portugiesischsprachige Afrika interessant.
Die Lufthansa, zu der auch Swiss, Eurowings, Brussels Airlines und Austrian Airlines gehören, hatte im vergangenen Jahr bereits ITA Airways aus Italien übernommen. Der spanisch-britische Konzern IAG unter anderem mit Iberia und British Airways hatte ursprünglich auch Interesse angemeldet, verzichtete aber darauf, dieses zu formalisieren.
R.Braegger--VB