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Frankreichs Präsident Macron fordert Wiederaufnahme der US-Iran-Gespräche
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Wiederaufnahme der direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gefordert. Es sei nötig, "Missverständnisse auszuräumen und weitere Eskalationen zu vermeiden", betonte Macron am Dienstag im Onlinedienst X. Er habe deswegen auch mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und US-Präsident Donald Trump gesprochen.
Macron drängte darauf, die Waffenruhe strikt einzuhalten. Sie müsse auch den Libanon umfassen. Die Straße von Hormus solle "ohne Kontrollen und Gebühren" so schnell wie möglich wieder geöffnet werden. "Unter diesen Voraussetzungen sollten die Verhandlungen schnell wieder aufgenommen werden", forderte Macron.
Er verwies darauf, dass er gemeinsam mit dem britischen Premierminister Keir Starmer für Freitag zu einer Videokonferenz eingeladen habe, um einen internationalen Einsatz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu planen. Dazu sollten Staaten zusammenkommen, "die bereit sind, sich an unserer Seite an einer multilateralen und rein defensiven Mission zu beteiligen", sagte Macron. Ziel sei es, die freie Schifffahrt durch die Meerenge wiederherzustellen, "sobald die Sicherheitslage es zulässt".
Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende des Iran-Krieges, das derzeit aber nicht absehbar ist.
Trump hatte nach den US-iranischen Gesprächen in Pakistan eine US-Militärblockade der Meerenge für alle Schiffe verkündet, die iranische Häfen ansteuern. Diese trat am Montag in Kraft. Als Grund nannte Trump die Weigerung Teherans, Zugeständnisse beim iranischen Atomprogramm zu machen.
Seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggases transportiert wird, de facto gesperrt. Die Blockade hat weltweit die Preise für Öl und Flüssiggas in die Höhe getrieben.
D.Schlegel--VB