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Mineralölverband warnt vor Versorgungsproblemen bei langem Iran-Krieg
Der Mineralölverband Fuels und Energie hat vor Lieferengpässen bei einem lange andauernden Krieg im Nahen Osten gewarnt. "Sollte sich die Blockade der Straße von Hormus in nächster Zeit nicht spürbar entspannen, verschärft sich der globale Wettbewerb um das am Markt verfügbare Angebot an Rohöl und Mineralölprodukten", sagte der Sprecher des Verbands der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Dann könnte die Versorgung Europas und damit auch Deutschlands in Mitleidenschaft gezogen werden."
Aktuell drohen dem Mineralölverband zufolge keine Lieferengpässe bei Benzin, Diesel oder Heizöl in Europa und Deutschland. Der Sprecher des Verbands verwies jedoch auf Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Die Ministerin liege mit ihrer Warnung richtig: "Unser Ziel ist und bleibt, die Versorgung in Deutschland weiterhin aufrechtzuerhalten."
Die Preise für Diesel und Benzin sind wegen der Ölpreissteigerungen infolge des Krieges in Nahost stark gestiegen. In Deutschland sorgt vor allem für Unmut, dass diese Preissteigerungen offenbar stärker ausfallen als in anderen Ländern.
Am Donnerstag will der Bundestag in seiner Plenarsitzung ein Gesetz verabschieden, mit dem die Koalition aus Union und SPD auf die stark gestiegenen Spritpreise reagiert. Tankstellen sollen die Spritpreise künftig nur noch einmal am Tag erhöhen dürfen. Preissenkungen sollen jederzeit möglich sein. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Zudem soll das Kartellrecht verschärft werden, um einfacher gegen marktbeherrschende Mineralölkonzerne vorzugehen.
T.Egger--VB