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IEA-Chef hält Europa auch mit Gas-Notfallplan nicht ausreichend auf Winter vorbereitet
Der Vorsitzende der Internationalen Energie-Agentur (IEA), Fatih Birol, sieht Europa trotz des Gas-Notfallplans nicht ausreichend auf den kommenden Winter vorbereitet. "Wenn wir keine ernsthaften Maßnahmen ergreifen, könnten wir mit einer großen Gasversorgungskrise konfrontiert werden", sagte Birol dem Nachrichtenportal ZDFheute.de am Dienstag. Um eine größere Krise zu verhindern, müsse Europa seinen Gasverbrauch um 20 Prozent verringern.
Den von den EU-Energieministern beschlossenen Notfallplan halte er zwar für "einen Schritt in die richtige Richtung", sagte Birol weiter. Neben einem ambitionierteren Sparziel bräuchte es jedoch auch eine große Solidarität. Der kommende Winter werde "ein historischer Test" für Europa. Scheitere Europa mit der Gasversorgung, so werde dies "Auswirkungen weit über den Energiesektor hinaus haben", warnte Birol.
Insbesondere die niedrigen Speicherstände in der EU bereiteten ihm Sorge, sagte Birol weiter. Für einen "komfortablen, normalen Winter" müssten die Speicher in der EU vor Wintereinbruch zu 90 Prozent gefüllt sein - aktuell stehen die Füllstände laut Birol jedoch im Schnitt bei lediglich rund 60 Prozent.
G.Schulte--BTB