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Sinkende Luftverkehrsteuer: Schnieder dämpft Hoffnung auf fallende Ticketpreise
Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat Erwartungen an niedrigere Ticketpreise als Folge der künftig sinkenden Luftverkehrsteuer gedämpft. "Die Absenkung der Luftverkehrsteuer dient dazu, den Standort wettbewerbsfähiger zu machen, um überhaupt wieder ein ernstzunehmender Mitspieler zu werden", sagte er den Funke-Zeitungen laut Meldung vom Freitag. Das sei "das Hauptziel" der Steuersenkung, die zum 1. Juli 2026 kommen soll.
Die Airlines würden dann selbst entscheiden, mit welchen Angeboten sie an den Markt gehen. "Für uns ist wichtig, dass sie in Deutschland bleiben und ihre Flugzeuge hier stationieren sowie im Interesse des Wirtschaftsstandortes Deutschland und der Fluggäste ein verlässliches Streckennetz von und zu deutschen Flughäfen sicherstellen", sagte der Minister.
Deutschland liege beim Passagieraufkommen erst bei 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus - andere Länder bei 110 Prozent, gab Schnieder zu bedenken. Der Luftverkehrsstandort Deutschland habe ein Wettbewerbsproblem.
Auf die Senkung der Luftverkehrsteuer hatte sich die Regierung bei ihrem Koalitionsausschuss Mitte November geeinigt. Die Airlines reagierten umgehend zurückhaltend dazu, wie sich das auf die Ticketpreise auswirken wird - das hänge davon ab, wie sich die Standortkosten entwickelten. Die Entlastung betrage "nur rund ein Zehntel der Mehrbelastungen, die wir seit 2019 bei den staatlichen Standortkosten gesehen haben", hieß es damals.
F.Stadler--VB