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Rauschtrinken: Klinikbehandlungen von Kindern auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren
Das Rauschtrinken bei Kindern und Jugendlichen hat ein Rekordtief erreicht. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Klinikbehandlungen von Jugendlichen wegen einer Alkoholvergiftung auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren, wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit am Montag in Hamburg unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamts berichtete. 2024 landeten demnach 8781 Zehn- bis 19-Jährige nach Alkoholmissbrauch in einer Klinik.
Das waren 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr, als es noch 9272 solcher Fälle gegeben hatte. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 waren noch rund 26.600 Minderjährige wegen Alkoholvergiftungen in ein Krankenhaus gekommen.
Unter den Rauschtrinkern waren im vergangenen Jahr 4513 Jungen und 4268 Mädchen - 1419 davon waren unter 15 Jahre alt. Insgesamt sank die Zahl der männlichen Rauschtrinker im Vergleich zum Vorjahr um 303 (minus sechs Prozent) und die der weiblichen um 188 Fälle (minus vier Prozent). Den größten Rückgang gab es laut Statistik bei den zehn- bis 15-jährigen Jungen mit knapp acht Prozent.
DAK-Vorstandschef Andreas Storm nannte den deutlichen Rückgang "sehr erfreulich", sah aber noch keinen Grund zur Entwarnung. Suchtexperten zufolge gebe es jenseits der gemeldeten Krankenhauseinweisungen weiter eine hohe Dunkelziffer beim Alkoholmissbrauch junger Menschen. Deshalb müsse die Prävention fortgesetzt werden, forderte Storm.
T.Zimmermann--VB