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Wirtschaftsweise Grimm fordert regional unterschiedliche Strompreise
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat sich für eine stärkere regionale Ausdifferenzierung der Strompreise stark gemacht. Das derzeitige System bilde die Knappheit im System nicht ab und es werde mit Subventionen gegengesteuert, sagte Grimm am Mittwoch. Deutschland stehe deshalb vor einer "riesigen Herausforderung bei der Kosteneffizienz der Energieversorgung".
Bislang gibt es bundesweit eine sogenannte Gebotszone für Strom. Der Großhandelspreis ist deshalb in ganz Deutschland derselbe. Er bildet sich auf Basis der günstigsten Stromproduktion, dies ist häufig Windenergie aus den nördlichen Bundesländern. Der Süden profitiert dann von den günstigen Preisen. Die Debatte über eine Aufteilung der Stromgebotszone wird schon länger geführt, die Nordbundesländer sind eher dafür, der Süden dagegen.
Experten, etwa auch die Monopolkommission, fordern seit längerem eine Reform: Regional unterschiedliche Strompreise, die sich stärker an den Netzkapazitäten orientieren, könnten helfen. Politisch lehnt insbesondere die CSU eine Aufteilung der Strompreiszonen vehement ab. Auch das Bundeswirtschaftsministerium positionierte sich bislang dagegen. "Das ist politisch ein total vermintes Gelände", sagte auch Grimm. Das Thema sollte aber angegangen werden.
R.Flueckiger--VB