-
Lange Themenliste: Koalitionsausschuss in Berlin zusammengekommen
-
Jahrestag des Hamas-Angriffs: Appelle für entschlossenen Einsatz gegen Antisemitismus
-
Nach fehlgeschlagener Hinrichtung von Christa Pike: Streit um Exekution in Texas
-
Mindestens 24 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine - darunter vier Kinder
-
Netanjahu am Jahrestag: "Wir werden alle Mörder zur Rechenschaft ziehen"
-
Gedenken an 7. Oktober: Dobrindt warnt vor Antisemiten an der Regierung
-
Steinmeier vor Besuch in Frankreich: Internationale Entwicklung macht uns Sorge
-
Russischer Hacker in Japan festgenommen: 28-Jähriger nach Deutschland ausgeliefert
-
Trotz Handelshürden: Globalisierung erreicht laut Studie dank KI-Boom Rekordwert
-
Jahrestag des Hamas-Überfalls: New Yorks Bürgermeister wirft Israel "Genozid" vor
-
Mögliche Puma-Sichtung nahe München: Polizei übernimmt Spurensuche
-
Verdacht auf Spionage: Ehemaliger BND-Präsident Hanning in Untersuchungshaft
-
Drittes Vorgespräch über Rot-Grün-Rot in Berlin - Warnungen vor Koalition
-
Kabinett beschließt Gesetz zum besseren Schutz von Opfern häuslicher Gewalt
-
Neue Stromleitung in Moldau wird nach US-Präsident Trump benannt
-
CDU nach Wahl von AfD-Landtagspräsident Rausch unter Druck
-
Statue eines nackten Donald Trump sorgt für Aufsehen im EU-Parlament
-
DFB-Newcomerin Baum: "Kindheitstraum in Erfüllung gegangen"
-
Mutmaßlicher Spionagefall um Hanning: Aserbaidschan protestiert bei Bundesregierung
-
Klage für bessere Luft: Bundesgericht befragt europäische Richter
-
Steinmeier zum Staatsbesuch in Frankreich: Raumfahrt und Verteidigung
-
Raffineriemargen von Shell erreichen Rekordhoch
-
"Wertschätzung unfassbar groß": BVB vor Verlängerung mit Kovac
-
Tankrabatt kommt größtenteils bei Autofahrern an - Spritpreise deutlich gesunken
-
Schülerproteste nehmen leicht ab - Schockgranaten vorerst tabu
-
Weiterer Beratungsbedarf: Einsetzung von Pflegekommission verzögert sich
-
Polizei entdeckt Plantage mit 290 Cannabispflanzen in Wohnhaus in Düsseldorf
-
14 Tote bei russischem Raketenangriff auf Wohngebäude im Norden der Ukraine
-
Spionageverdacht: Früherer BND-Präsident Hanning in Untersuchungshaft
-
Tonnenweise Gold zu Geldwäsche in Türkei gebracht: Kriminelles Netzwerk aufgeflogen
-
Spiegelmoleküle: Nobelpreis für Chemie geht an Forscher aus Frankreich und Japan
-
Schmerzerfülltes Gedenken in Israel am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls
-
Kovac-Kritik an langer Pause - Schlotterbeck fraglich
-
Thüringer Landtag: AfD-Fraktion scheitert mit Vorstoß für Neuwahlen
-
Kabinett: Autobahn GmbH soll künftig Kredite aufnehmen können
-
Mitglied von russischer Hackergruppe festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert
-
Rubio: Iran kontrolliert Straße von Hormus nicht mehr vollständig
-
Urteil: A 445 zwischen Hamm und Werl kann gebaut werden
-
Prozess gegen Anführer von Reichsbürgergruppe Königreich Deutschland ab November
-
Thüringens Ministerpräsident Voigt kämpft nicht mehr um Doktortitel
-
Mehr Schutz für Opfer digitaler Gewalt: Kabinett beschließt Gesetz
-
Handel mit verbotenem Dopingmittel Ibutamoren: Bundesgerichtshof urteilt im Dezember
-
Nobelpreis für Chemie geht an Forscher aus Frankreich und Japan
-
Ryanair stellt Betrieb am Flughafen Bremen ein
-
Studie: Mehr als ein Drittel der Studierenden in Deutschland von Armut betroffen
-
"Einer der abscheulichsten Angriffe": 15 Tote bei russischen Attacken auf die Ukraine
-
Verbände: Angekündigte Maßnahmen zur Staatsmodernisierung müssen zügig ankommen
-
KI-gestützte Angriffe: Deutsche Unternehmen bislang schlecht gerüstet
-
Nach fehlgeschlagener Hinrichtung: US-Todeskandidatin Pike wieder bei Bewusstsein
-
Japanische Brauereiriesen wegen Verdachts auf Bierpreiskartell durchsucht
Einigung "in letzter Minute": Tarifabschluss für nordwestdeutsche Stahlindustrie
Es war eine Einigung "buchstäblich in letzter Minute": Die Tarifparteien der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben sich in der Nacht zum Mittwoch in der vierten Verhandlungsrunde auf einen Abschluss geeinigt, wie beide Seiten mitteilten. Um Mitternacht war die Friedenspflicht in der Branche ausgelaufen - ab Mittwoch wären Warnstreiks möglich gewesen. Der Abschluss dürfte laut IG Metall zeitnah auch in Ostdeutschland übernommen werden.
Der Arbeitgeberverband Stahl erklärte, die Verhandlungen in der Nacht zum Mittwoch seien "ungewöhnlich kontrovers" gewesen. Er sprach von einem Ergebnis in "buchstäblich letzter Minute". Laut IG Metall dauerte die Verhandlungsrunde acht Stunden.
Nun sollen die rund 70.000 Beschäftigten in der nordwestdeutschen Stahlindustrie ab Januar 1,75 Prozent mehr Lohn erhalten. In den drei Monaten bis dahin gibt es drei Nullmonate. Der Tarifvertrag soll bis Ende 2026 und damit 15 Monate laufen. Die Ausbildungsvergütungen sollen überproportional um 75 Euro pro Monat steigen. Bei der IG Metall müssen noch Tarifkommission und Vorstand zustimmen, beim Arbeitgeberverband hat der Vorstand dies bereits getan, wie Hauptgeschäftsführer Gerhard Erdmann AFP sagte.
Die IG Metall Nordrhein-Westfalen betonte, die Tarifverträge zu Beschäftigungssicherung, Werkverträgen und Altersteilzeit seien verlängert worden. Darin sind demnach unter anderem die Übernahme der Auszubildenden, Arbeitszeitabsenkung auf bis zu 28 Stunden mit Teilentgeltausgleich, Arbeitszeitkonten beziehungsweise die Altersteilzeit geregelt.
Der Arbeitgeberverband erklärte, der Abschluss bedeute eine Gesamtbelastung der Unternehmen über die Laufzeit, "die in der aktuellen wirtschaftlichen Lage nur schwer zu verkraften ist". Der Verbandsvorsitzende Reiner Blaschek betonte aber, der Kompromiss verschaffe den Unternehmen "ein gewisse Planungssicherheit für das Gesamtjahr 2026".
Der Verhandlungsführer der IG Metall, Knut Giesler, erklärte, "Bedauerlicherweise" habe es vier Verhandlungsrunden gebraucht, um zu dem Ergebnis zu kommen. "Zum Glück haben sich am Ende alle ihrer Verantwortung gestellt." Das Ergebnis trage "der besonderen Situation im Stahl" Rechnung.
Giesler betonte, die Tarifparteien hätten einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Beschäftigten und Stabilisierung der Stahlindustrie geleistet. "Jetzt ist die Politik gefordert, schnell die richtigen Rahmenbedingungen für den Stahl zu schaffen." Nötig seien "ein schnell umgesetzter Industriestrompreis, schleunigst greifbare Projekte aus dem Investitions-Sondervermögen und drittens eine europäische Antwort auf Zollkrise und Billigstahl-Importe", erklärte IG-Metall-Tarifvorständin Nadine Boguslawski.
Die Stahlbranche steckt in der Krise. Sie leidet unter den hohen Energiepreisen in Deutschland, dazu kommen weltweite Überkapazitäten, billige Importe und hohe US-Zölle.
Parallel zu den Verhandlungen für den Tarifbezirk Nordwest liefen in den vergangenen Wochen auch die Verhandlungen für rund 8000 Beschäftigte in der ostdeutschen Stahlindustrie. "Es wird erwartet", dass der Abschluss im Nordwesten "zeitnah übernommen wird", teilte die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen mit. Die formellen Übernahmeverhandlungen dürften kommende Woche stattfinden.
In der deutschen Stahlindustrie arbeiten laut IG Metall bundesweit 82.000 Beschäftigte mit Tarifvertrag. Mitte November startet die Stahl-Tarifrunde für das Saarland; auch hier orientieren sich die Tarifparteien am in NRW erzielten Abschluss.
W.Huber--VB