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Unerwartet starker Preisanstieg: Inflation im September bei 2,4 Prozent
Die Inflation hat im September erneut und unerwartet stark angezogen. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Im August hatte der Preisanstieg 2,2 Prozent betragen, im Juli und Juni jeweils 2,0 Prozent.
Dieser Anstieg sei zwar "etwas stärker als erwartet", erklärte die KfW-Ökonomin Stephanie Schoenwald. "Das ist aber keine Trendumkehr. Insbesondere die Vorjahresentwicklung der Energiepreise sorgt derzeit für die Schwankungen in der Inflationsrate."
Den Angaben nach sanken die Energiepreise zuletzt deutlich langsamer: Im August waren sie noch um 2,4 Prozent zurückgegangen, im Juli sogar um 3,4 Prozent. Im September sanken die Preise nach vorläufigen Daten nur noch um 0,7 Prozent. "In den kommenden Monaten wird sich diese Entwicklung wieder umkehren und helfen, die Inflation in Richtung zwei Prozent abzusenken", zeigte sich Schoenwald überzeugt.
Die Preise für Dienstleistungen legten zugleich stärker zu, wie die Statistiker ausführten. Der Preisanstieg im September betrug hier 3,4 Prozent, nach 3,1 Prozent im August. Der Dienstleistungssektor ist seit Monaten der treibende Faktor für die Inflation.
Der Anstieg der Lebensmittelpreise schwächte sich hingegen ab. Mit 2,1 Prozent verteuerten sich Nahrungsmittel den vorläufigen Daten nach im September unterdurchschnittlich stark. Im August hatte dieser Anstieg noch bei 2,5 Prozent gelegen.
A.Zbinden--VB