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Gesundheitsministerin Warken will Wechseljahre "aus der Tabuzone holen"
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat für mehr Offenheit im Umgang mit den Wechseljahren geworben. "Ich will dieses Thema aus der Tabuzone holen", sagte Warken der "Apotheken Umschau" nach Angaben vom Donnerstag. "Viele Frauen erleben Beschwerden, die ihre Arbeitsfähigkeit einschränken. Gleichzeitig scheuen sie sich, darüber zu sprechen." Warken kündigte dazu "einen Dialog und einen breiten Austausch mit allen Beteiligten" an: "mit Betroffenen, Ärztinnen und Ärzten, aber auch mit der Arbeitgeberseite."
Warken kündigte zudem an, gezielt Geld für die Erforschung frauenspezifischer Krankheiten wie Endometriose bereitstellen zu wollen. Die nationale Endometriose-Strategie in Frankreich nannte Warken einen "interessanten Ansatz". Sie sagte: "Ich will mir das näher anschauen. Alles, was sich anderswo bewährt hat, kann auch für uns spannend sein. Wir müssen nicht immer bei null anfangen."
Generell gebe es in der Medizin viele Unterschiede zwischen den Geschlechtern. "Nehmen Sie den Herzinfarkt: Bei Frauen äußert er sich oft ganz anders als bei Männern", sagte Warken. "So lange ist das auch noch gar nicht bekannt und wird nach wie vor noch nicht umfassend berücksichtigt. Solche Unterschiede müssen im Medizinstudium noch stärker thematisiert werden."
A.Zbinden--VB