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Linnemann sieht in Aktivrente Mittel gegen Fachkräftemangel - Grüne skeptisch
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sieht in der von der Regierung geplanten Aktivrente ein Mittel, um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. Diese setze "wichtige Anreize, dass Menschen, die das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht haben, ihren Erfahrungsschatz, ihr Wissen und ihre Leistungsbereitschaft weiter einsetzen", sagte Linnemann der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann äußerte sich dazu skeptisch.
Die Bundesregierung plant, künftig bis zu 2000 Euro monatlich steuerfrei zu stellen, wenn jemand nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter arbeitet und Geld hinzuverdient. "Wir können damit einen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels leisten", sagte dazu Linnemann. Zugleich sei die Aktivrente "ein wichtiger Baustein", um Leistung stärker zu honorieren.
Haßelmann äußerte hingegen Zweifel, ob sich durch die Aktivrente der Fachkräftemangel wirksam bekämpfen lasse. "Ich glaube, durch eine einzelne Maßnahme kriegen wir das nicht hin", sagte sie in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Allerdings sei es richtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie "Menschen ab 60, die gerne länger arbeiten wollen, auch länger arbeiten" könnten, sagte Haßelmann weiter. Dazu gehöre aber auch beispielsweise mehr Gesundheitsprävention.
T.Ziegler--VB