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US-Finanzminister: Annäherung an China wie "sich selbst die Kehle durchschneiden"
US-Finanzminister Scott Bessent hat andere Länder mit drastischen Worten davor gewarnt, sich angesichts der neuen US-Zölle China anzunähern. "Das würde bedeuten, sich selbst die Kehle durchzuschneiden", sagte Bessent am Mittwoch bei einem Banken-Gipfel in Washington. China produziere unaufhörlich Güter und werfe diese dann zu Dumpingpreisen auf andere Märkte.
Bessent rief andere Staaten auch dazu auf, anders als China nicht mit Gegenzöllen auf die am Mittwoch in Kraft getretenen US-Zölle zu reagieren. Bei den neuen US-Zöllen handle es sich um Obergrenzen, sagte der Finanzminister - "wenn es keine Gegenmaßnahmen gibt". Bessent ließ damit durchblicken, dass US-Präsident Donald Trump keine weiteren Zollerhöhungen für jene Länder anpeilt, die nicht mit Gegenzöllen auf die neuen US-Zölle reagieren.
Der Finanzminister sprach von zahlreichen Ländern, die sich bereits an die US-Regierung gewandt hätten, um über die Zölle zu verhandeln. Unter anderem habe es gute Gespräche mit Japan und Südkorea gegeben.
Am Mittwoch waren wie von der Regierung in Washington angekündigt weitere US-Zölle gegen Handelspartner in der ganzen Welt in Kraft getreten. China hatte Gegenzölle angekündigt, woraufhin die USA die Aufschläge auf 104 Prozent erhöhten. Die EU-Länder wiederum beschlossen am Mittwoch erste Gegenzölle.
Der eskalierende Zollstreit der USA mit den meisten Ländern der Welt hat zu massiven Kurseinbrüchen an den Börsen geführt. Kritiker von Trumps Zollpolitik warnen vor dramatischen Folgen für die Weltwirtschaft - und auch für die USA selbst. Befürchtet werden ein deutlicher Wiederanstieg der Inflation und eine mögliche Rezession in den Vereinigten Staaten. Bessent sagte aber am Mittwoch, die US-Wirtschaft sei "in ziemlicher guter Form".
P.Keller--VB