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Selenskyj besucht zum Auftakt von womöglich entscheidendem USA-Besuch Munitionsfabrik
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seinen möglicherweise für die weitere Kriegsführung gegen Russland entscheidenden Besuch in den USA begonnen. Am Sonntag besuchte Selenskyj zunächst eine Fabrik für Artilleriemunition im Bundesstaat Pennsylvania. Zuvor hatte er angekündigt, bei US-Präsident Joe Biden und anderen Verbündeten "den Plan für den ukrainischen Sieg auf den Tisch" legen zu wollen.
In Pennsylvania stattete Selenskyj einer Produktionsstätte für von seiner Armee dringend benötigte 155-mm-Kaliber-Munition für Artilleriegeschütze einen Besuch ab. Selenskyj schrieb im Onlinedienst X, in der Fabrik sei die Produktion ausgeweitet worden. Er habe zu Beginn seines US-Besuchs allen Angestellten der Fabrik seine Dankbarkeit ausgedrückt, erklärte der ukrainische Staatschef weiter. Zudem veröffentlichte er Fotos, auf denen er Arbeitern die Hände schüttelte.
Die nächsten Stationen seines US-Besuchs sind New York und Washington. Für Donnerstag ist ein Treffen mit US-Präsident Biden im Weißen Haus angesetzt.
"Die Ukraine wird ihren Siegesplan in den Vereinigten Staaten präsentieren - und der Präsident der Vereinigten Staaten wird ihn als erster vollständig sehen", hatte Selenskyj vor seiner Landung in den USA in einem im Flugzeug gedrehten Video. Zudem wolle er den Plan "allen Staats- und Regierungschefs unserer Partnerländer" vorlegen sowie dem US-Kongress und den beiden US-Präsidentschaftskandidaten Kamala Harris und Donald Trump.
"In diesem Herbst wird sich entscheiden, was als nächstes in diesem Krieg passieren wird", sagte Selenskyj weiter. "Es wird nun entschieden, was das Erbe der aktuellen Generation von Staatsoberhäuptern sein wird." Es wird erwartet, dass der ukrainische Präsident bei seinen Gesprächen in den USA erneut darauf drängt, dass die ukrainische Armee vom Westen gelieferte Waffen auch für Angriffe auf Ziele tief im russischen Gebiet nutzen darf. Bisher wird ihm dies von den USA und den meisten anderen Unterstützerländern verweigert.
Die Regierung in Kiew ist überzeugt, dass der Einsatz der westlichen Waffen gegen Ziele auf russischem Gebiet das Kriegsgeschehen mehr als zweieinhalb Jahre nach Beginn des russischen Überfalls auf das Nachbarland maßgeblich zugunsten der Ukraine beeinflussen könnte. Der russische Präsident Wladimir Putin hat jedoch gewarnt, Moskau würde dies als Kriegseintritt der Nato-Länder betrachten.
Vor seinem Gespräch mit Biden in Washington trifft Selenskyj am Montag in New York unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Am Dienstag beginnt in der US-Metropole dann die UN-Generaldebatte, zu der mehr als 130 Staats- und Regierungschefs erwartet werden.
B.Wyler--VB