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Unionsfraktion fordert Bundeshilfen für angeschlagene Meyer Werft
Die Unionsfraktion im Bundestag hat sich für eine staatliche Unterstützung der finanziell angeschlagenen Meyer Werft im niedersächsischen Papenburg ausgesprochen. Sie sei eine der letzten Großwerften, "die eine enorme volkswirtschaftliche Bedeutung für unser Land hat", sagte Andreas Mattfeldt (CDU), Berichterstatter im Bundestags-Haushaltsausschuss, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Donnerstag. Für eine mögliche Beteiligung des Staates brauche es aber eine klare Strategie.
"Sowohl in der Werft als auch in der Zulieferindustrie hängen vom Kreuzfahrtschiffbau sehr viele Arbeitsplätze ab", sagte Mattfeldt der "Rheinischen Post". Gutachten hätten gezeigt, dass die bereits vollen Auftragsbücher der Werft für die Zukunft auskömmlich seien und langfristig erfolgreiche Geschäfte erwarten ließen.
Die Meyer Werft, gegründet in Papenburg, baut Kreuzfahrtschiffe und Fähren und beschäftigt rund 3300 Menschen. Sie steckt in einer schweren Krise unter anderem, weil Energie- und Rohstoffpreise in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, die Werft einen großen Teil des Kaufpreises aber erst bei Ablieferung erhält. Ende Juli hatte das Unternehmen den Entwurf für ein Sanierungskonzept vorgelegt. Es ist erforderlich für die Vergabe von Krediten und für die Bewilligung staatlicher Hilfen.
Derzeit prüft das Bundeswirtschaftsministerium mögliche Hilfen für die Werft, im Raum stehen 2,7 Milliarden Euro zur Finanzierung von Schiffsneubauten bis Ende 2027. "Ob eine direkte Beteiligung staatlicher Stellen erforderlich ist, ist ebenso in der Prüfung. Der Union ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass eine gegebenenfalls temporäre Beteiligung sofort mit einer Exitstrategie auszuplanen ist", sagte Mattfeldt.
H.Kuenzler--VB