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Bahn und GDL verhandeln wieder und stellen baldige Einigung in Aussicht
Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) verhandeln wieder. Beide Parteien zeigten sich am Samstag zuversichtlich, in der nächsten Woche ein Ergebnis mitteilen zu können. Die GDL sehe bis dahin von weiteren Streiks ab. Verhandelt werde "in kleinstem Kreis und hinter verschlossenen Türen".
"Die Verhandlungen sind intensiv, aber konstruktiv", hieß es in gleichlautenden Pressemitteilungen der Bahn und der Gewerkschaft vom Samstag. "Zu vielen Themen wurde eine Verständigung erreicht." Da die Tarifparteien Stillschweigen vereinbart hätten, werde es zum Stand der Verhandlungen "keinerlei öffentliche Kommunikation geben".
Die GDL hatte in der aktuellen Tarifrunde bereits zum sechsten Mal gestreikt, der jüngste Streik endete am vergangenen Mittwochmorgen. Die Gewerkschaft will vor allem ihre Forderung nach einer 35-Stunden-Woche für Schichtbedienstete bei vollem Lohnausgleich durchsetzen.
Die Tarifverhandlungen hatten Anfang November begonnen. Die jüngste Verhandlungsrunde war Ende Februar gescheitert. In dieser hatten zwei Moderatoren - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther und der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière (beide CDU) - einen Vorschlag für etwaige weitere Verhandlungen vorgelegt.
Die Bahn hatte die GDL anschließend zur Wiederaufnahme von Verhandlungen auf Basis des Moderatorenvorschlags aufgefordert. Die Gewerkschaft lehnte dies allerdings ab und bezeichnete den Vorschlag als nicht annehmbar. Knackpunkt war die Forderung der GDL, die Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden ab 2028 bei vollem Lohnausgleich abzusenken.
R.Flueckiger--VB