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Warentester: Mehr als 83.000 Euro Zinsersparnis bei Finanzierung des Eigenheims
Kredite zur Hausfinanzierung unterscheiden sich einer neuen Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge "enorm" voneinander. "Für ein und dasselbe Darlehen müssen Kreditnehmende bei einer günstigen Bank monatlich rund 200 bis 330 Euro weniger zahlen als bei einem teuren Anbieter", heißt es in der aktuellen Ausgabe des Verbrauchermagazins "Finanztest". Am Ende der Zinsbindung könne das einen Unterschied von mehr als 83.000 Euro ausmachen.
In dem Test ermittelten die Warentester Kredite zur Finanzierung einer 400.000 Euro teuren Eigentumswohnung. Der Vergleich umfasste demnach vier verschiedene Finanzierungsvarianten, etwa für Kreditnehmende, die eine besonders flexible Rückzahlung wünschen oder für Kunden, die das Risiko einer Zinserhöhung komplett ausschließen möchten.
Das Ergebnis: Mit einer monatlichen Rate ab rund 1300 Euro lasse sich der Kauf im derzeitigen Zinsumfeld realisieren - wenn das Eigenkapital passt. Gleichzeitig zeigte der Test aber große Unterschiede bei den Zinskonditionen, auch innerhalb der einzelnen Finanzierungsmodelle.
Demnach verlangte die günstigste Bank von einem Käufer oder einer Käuferin mit wenig Eigenkapital beispielsweise 3,45 Prozent Effektivzinsen, die teuerste 4,60 Prozent. Statt 1614 Euro müssten die Kunden im teuren Fall also 1947 Euro pro Monat überweisen. Zahlten die Käufer bei der günstigen Bank die gleiche Rate wie die Kunden des teuren Kredithauses, hätten sie am Ende der Darlehenslaufzeit laut Stiftung Warentest knapp 65.000 Euro weniger gezahlt. Beim flexiblen Darlehen könne der Unterschied sogar über 83.000 Euro betragen.
Die Verbraucherexperten raten dazu, vor der Finanzierung mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen. Die Konditionen veränderten sich je nach Lage und Zustand der Immobilie. Es komme also immer auf den Einzelfall an, gaben sie zu bedenken.
P.Keller--VB