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Rezession vermieden: Japan korrigiert Wachstum im vierten Quartal nach oben
Japans Wirtschaft ist Ende des vergangenen Jahres doch nicht in die technische Rezession geschlittert. Die Regierung in Tokio korrigierte die ersten Schätzungen für das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal am Montag leicht nach oben - die Wirtschaft wuchs demnach von Oktober bis Dezember um 0,1 Prozent. Die erste Schätzung war noch von einem Minus um 0,2 Prozent ausgegangen.
Schrumpft die Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen, liegt eine technische Rezession vor. Im dritten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,8 Prozent geschrumpft.
Am Ergebnis für das Gesamtjahr ändert das neue Quartalsergebnis nicht. Japans Wirtschaft wuchs um 1,9 Prozent. In der Landeswährung Yen entsprach das früheren Angaben zufolge 4,2 Billionen Dollar (3,9 Billionen Euro), damit überholte Deutschland mit einem BIP von 4,5 Billionen Dollar Japan und ist seitdem drittgrößte Volkswirtschaft der Welt nach den USA und China.
In Japan schwächelt vor allem der Konsum der Haushalte wegen einer hohen Inflation und des schwachen Yen. Im vierten Quartal schrumpfte der Konsum den aktuellen Zahlen zufolge um 0,3 Prozent. Das war das dritte Quartalsminus in Folge. Experten erwarten, dass der Konsum im Laufe des Jahres wieder anziehen dürfte, weil sie mit weiteren Lohnerhöhungen rechnen.
In Japan wird jährlich im Frühjahr über die Löhne verhandelt (Shunto). Die Gewerkschaftsverbände (Rengo) fordern dieses Jahr eine Erhöhung von fünf Prozent oder mehr. 2023 hatten sie ein Plus von 3,5 Prozent ausgehandelt, das war der höchste Anstieg seit 30 Jahren.
I.Stoeckli--VB