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DB-Sprecher: Bahn wird weiteres Vorgehen im Tarifkonflikt mit GDL prüfen
Nach der Forderung der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) an die Bahn, bis Sonntagabend im Tarifkonflikt ein neues Angebot vorzulegen, will der Konzern das weitere Vorgehen "prüfen und bewerten". Die Bahn werde sich dann "zu gegebener Zeit äußern", sagte Unternehmenssprecher Achim Stauß am Freitagnachmittag.
Die GDL hatte die Bahn am Vormittag aufgefordert, "im Interesse ihrer Mitarbeiter und der Fahrgäste bis Sonntag, den 10. März 18.00 Uhr, ein schriftliches Angebot zu unterbreiten". In diesem Fall sei die GDL zu Verhandlungen am Montag bereit und wolle auch auf weitere Streiks verzichten.
Zuvor hatte die Bahn die GDL zur Wiederaufnahme der Verhandlungen am Montag eingeladen. Grundlage soll der Vorschlag der beiden Moderatoren sein, den diese in der Verhandlungsrunde vorgelegt hatten, die in der vergangenen Woche gescheitert war.
Die GDL hat in der laufenden Tarifrunde bereits fünf Mal bei der Bahn gestreikt. Der fünfte Ausstand über 35 Stunden ging am Freitagmittag im Personenverkehr zu Ende.
Stauß sagte, der Bahn sei es auch dieses Mal gelungen, den Fahrgästen ein Grundangebot im Nah- und Fernverkehr zu machen. Im Güterverkehr seien versorgungsrelevante Züge gefahren. Am Freitag habe der Konzern in diesem Bereich begonnen, den Rückstau an Zügen aufzulösen.
Im Personenverkehr sollte der Notfahrplan am Freitag noch gelten. Das sei "richtig und sinnvoll", damit am Samstag zu Betriebsbeginn die Züge wieder planmäßig an den Start gehen könnten, sagte Stauß.
Am Wochenende seien volle Züge zu erwarten, weil viele Reisende wegen des Streiks am Donnerstag und Freitag ihre Fahrt aufgeschoben hätten. Wer spontan mit der Bahn im Fernverkehr fahren wolle, sollte eine Reservierung buchen.
S.Gantenbein--VB