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Boeing 777 verliert Reifen - Notlandung in Los Angeles
Erneut hat eine technische Panne während eines Boeing-Fluges für Aufregung gesorgt: Einer Maschine des Typs Boeing 777 fiel am Donnerstag kurz nach dem Abflug von San Francisco ein Reifen ab. Sie musste deshalb in Los Angeles notlanden, wie der Lokalsender Kron4 berichtete. Anfang des Jahres war einer Boeing 737 MAX während des Fluges ein Teil der Kabinenwand herausgebrochen.
Die Boeing 777 der United Airlines sollte nach Osaka in Japan fliegen. Ein im Internet kursierendes Video zeigt, wie der Maschine nur Sekunden nach dem Start der Reifen abfällt. Er landete auf einen Parkplatz. Dabei wurden nach Angaben von Flughafenmitarbeitern mehrere Wagen beschädigt.
Das Flugzeug wurde in das rund 600 Kilometer südlich im US-Bundesstaat Kalifornien gelegene Los Angeles umgeleitet, wo es eine sichere Notlandung hinlegte. Verletzte gab es bei dem Vorfall offenbar nicht. Nach Angaben von United Airlines befanden sich 249 Menschen an Bord der Maschine.
Die Boeing 777 hat jeweils sechs Reifen auf beiden Seiten ihres Hauptfahrwerks. Die Maschine sei so konstruiert, dass sie auch dann sicher landen könne, wenn einer oder mehrere der Reifen fehlten oder beschädigt seien, erklärte United Airlines.
Am 5. Januar war einer Boeing 737 MAX 9 der Alaska Airlines kurz nach dem Start in Portland im US-Bundesstaat Oregon ein Teil der Kabinenwand herausgeflogen. Daraufhin musste das Flugzeug umkehren und in Portland notlanden. Verletzt wurde bei dem Vorfall zwar niemand, Experten zufolge hätte es aber zu einer Katastrophe kommen können.
Die Flugaufsichtsbehörde FAA ordnete daraufhin ein vorübergehendes Flugverbot für 737-MAX-Maschinen an, das 19 Tage dauerte. Betroffen waren 171 Flugzeuge. Die Behörde setzte dem US-Flugzeugbauer zudem in der vergangenen Woche eine 90-Tage-Frist, um seine Qualitätskontrollen substanziell zu verbessern. Das Unternehmen müsse sich zu "wirklichen und tiefgreifenden Verbesserungen verpflichten", erklärte die FAA.
Die Boeing 737 MAX hatte Boeing bereits in vergangenen Jahren massive Probleme beschert. Nach zwei Flugzeugabstürzen in Indonesien und Äthiopien mit insgesamt 346 Toten wurde im März 2019 ein weltweites Flugverbot für die Maschinen dieses Typs verhängt, das erst Ende 2020 nach technischen Überarbeitungen aufgehoben wurde.
T.Suter--VB