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Verivox: Viele Banken geben Sparzinsen weiterhin nicht an ihre Kunden weiter
Obwohl die Geschäftsbanken seit Monaten vom hohen Einlagezins bei der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren, geben sie dies einer Untersuchung zufolge teilweise immer noch nicht an ihre Kunden weiter. Gut ein Fünftel (21 Prozent) aller Banken zahle gar keine Zinsen oder maximal 0,25 Prozent aufs Tagesgeld, wie das Vergleichsportal Verivox am Donnerstag in Heidelberg mitteilte. Die Festgeldzinsen sinken demnach vielerorts schon wieder.
Seit knapp sechs Monaten bekommen Kreditinstitute vier Prozent Zinsen auf Geld, das sie bei der EZB parken. Besonders einige Kunden von Regionalbanken hätten davon aber nur sehr wenig, wie Verivox kritisierte. Lediglich rund jede vierte Regionalbank zahle Zinsen von mindestens einem Prozent - bei den 86 untersuchten bundesweit aktiven Banken sind es laut Verivox dagegen 81 Prozent.
Es sei zwar verständlich, dass regionale Kreditinstitute mit einem teuren Filialnetz nicht die höchsten Zinsen im gesamten Markt anbieten könnten, so Verivox. Dass häufig nicht mehr als ein Prozent drin sei, sei allerdings "schwer nachzuvollziehen".
Nur bei 30 Prozent aller 758 untersuchten Banken gebe es überhaupt mehr als ein Prozent Zinsen aufs Tagesgeld. Warten auf Zinserhöhungen lohnt sich laut Verivox nicht. "Wer bislang kaum Tagesgeldzinsen erhält, hat ohne einen Wechsel der Bank wenig Aussicht auf Besserung", so das Vergleichsportal.
Die Zinsen auf Festgeld sinken bereits, weil die Banken im Sommer erwartete Leitzinssenkungen der EZB schon einpreisen. Über alle Laufzeiten sind die Durchschnittszinsen hier in den vergangenen drei Monaten demnach bereits spürbar gesunken. Bundesweit verfügbare Festgeldanlagen mit zwei Jahren Laufzeit bringen im Schnitt aktuell 2,91 Prozent; Anfang Dezember waren es noch 3,36 Prozent.
C.Kreuzer--VB