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Italien offen für Investitionen chinesischer Autobauer
Die italienische Regierung hat sich offiziell offen für Investitionen chinesischer Autobauer gezeigt, sie knüpft diese aber an Bedingungen. "Derartige Kooperationen müssen sorgsam bewertet werden und wir müssen auf unfairen Wettbewerb achten", sagte Vize-Regierungschef Antonio Tajani am Donnerstag in Rom. Jedenfalls brauche es für eine etwaige Ansiedlung eines chinesischen Unternehmens die Zustimmung die Regierung.
Wirtschaftsminister Adolfo Urso hatte am Mittwoch angekündigt, mit drei chinesischen Konzernen in Gesprächen zu sein. Der mittlerweile größte E-Autobauer der Welt, BYD, hatte am Montag bereits angegeben, von der Führung in Rom wegen der Möglichkeit, eine zweite Produktionsstätte in Europa in Italien zu bauen, kontaktiert worden zu sein. Ein erstes Werk des chinesischen Konzerns wird derzeit in Ungarn gebaut, es soll in drei Jahren starten.
In Italien wird seit einigen Wochen darüber debattiert, einen zweiten großen Hersteller neben Stellantis ins Land zu holen. Der Stellantis-Konzern, zu dem die italienischen Marken Fiat, Alfa Romeo, Lancia und Maserati gehören, versichert, die E-Autoproduktionsziele der Regierung in Rom erreichen zu können und wehrt sich gegen mehr Konkurrenz. "Wenn wir mehr chinesische Autohersteller einladen, in Europa zu produzieren, glauben Sie, dass das helfen wird?", sagte Stellantis-Chef Carlos Tavares Mitte Februar.
"Wir können nur mit der Ansiedlung eines weiteren Autobauers das Ziel von einer Million Autos pro Jahr erreichen", sagte hingegen Wirtschaftsminister Urso. Ihm zufolge steht er ebenfalls mit westlichen Herstellern in Kontakt - unter anderem wegen des Widerstandes in Deutschland gegen die Ausweitung seines Werks bei Berlin auch mit dem US-Elektroautobauer Tesla.
J.Sauter--VB