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Macron verpflichtet sich mit Blick auf Olympische Spiele zum Bad in der Seine
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich zu einem Bad in der Seine verpflichtet, die bis zu den Olympischen Sommerspielen gereinigt werden soll. "Ja, das werde ich tun, sobald ich kann. Ein Datum werde ich aber nicht nennen, sonst kommen Sie alle", antwortete er am Donnerstag auf eine entsprechende Frage bei der Schlüsselübergabe des Olympischen Dorfes in Saint-Denis.
Die mit hohem Aufwand gereinigte Seine werde ein "Erbe der Olympischen Spiele für die Menschen im Großraum Paris" sein, sagte Macron. Der Fluss werde "anders aussehen und anders genutzt werden" als zuvor. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte Macron kürzlich in einem Interview eingeladen, mit ihr gemeinsam anlässlich der Olympischen Spiele in dem Pariser Fluss zu schwimmen.
Hidalgo verfolgt seit Jahren das Ziel, die Seine bis dahin so sauber zu bekommen, dass einige der Wettbewerbe darin ausgetragen werden können. Derzeit sieht es so aus, als ob dies klappen könnte. Ein kräftiges Gewitter kurz vor dem Triathlon oder dem Freiwasserschwimmen, die beide an der prunkvollen Brücke Pont d'Alexandre starten sollen, könnte dies aber noch verhindern.
Bei den Sommerspielen im Jahr 1900 waren mehrere Schwimmwettbewerbe in der Seine ausgetragen worden. Seit 1923 ist in Paris das Baden in der Seine allerdings wegen der Verschmutzung und der Schifffahrt verboten.
Hidalgo hatte die Seine zum Angelpunkt der Pariser Olympia-Bewerbung gemacht. Nicht nur die Schwimmer sollen den Fluss nutzen, die Seine soll auch als Bühne für eine spektakuläre Eröffnungsfeier dienen.
Der Staat investierte bislang etwa 1,4 Milliarden Euro, um den Fluss zu säubern. Zahlreiche Haushalte, die ihr Abwasser in den Fluss leiteten, wurden an die Kanalisation angeschlossen. Zudem wurde ein riesiges Überlaufbecken gebaut.
U.Maertens--VB