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Stimmung der Verbraucher im Februar etwas besser - Einkommenserwartung steigt
Die Konsumstimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich im Februar etwas verbessert. Ihre Einkommenserwartungen legten kräftig zu, die Anschaffungsneigung und die Konjunkturerwartung veränderten sich aber kaum, wie die Marktforschungsunternehmen GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am Dienstag mitteilten. Dämpfend wirkte demnach zudem die Sparneigung. Das Konsumklima für März steigt so nur um 0,6 Punkte auf minus 29 Punkte.
"Die Konsumenten sind stark verunsichert", erklärte Konsumexperte Ralf Bürkl vom NIM. Neben den nach wie vor steigenden Preisen dürften sicherlich schwächere Konjunkturprognosen für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ein wichtiger Grund dafür sein. Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft seien zuletzt zunehmend pessimistischer eingeschätzt worden - die Bundesregierung etwa hatte ihre Wachstumsprognose 2024 von ursprünglich 1,3 Prozent auf nur noch 0,2 Prozent gesenkt.
Im Februar waren die Konjunkturaussichten demnach nahezu unverändert zum Januar. Die Einkommenserwartungen dagegen stiegen stark und erreichten den besten Wert seit Februar 2022, also vor Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Dieser Optimismus sei "nicht unbegründet", so Bürkl: Deutliche Lohn- und Rentenerhöhungen in Verbindung mit weniger stark steigenden Preisen würden zu spürbaren realen Einkommenszuwächsen führen, erwartet er.
Ausgeben wollen die Verbraucherinnen und Verbraucher das Geld aber offenbar nicht: Die Anschaffungsneigung verharrte im Februar auf einem "überaus niedrigen Niveau", das bereits seit Mitte 2022 zu verzeichnen sei, erklärte der Konsumexperte. Die Zurückhaltung bei größeren Anschaffungen liege am fehlenden Zukunftsoptimismus, der für Verunsicherung und mangelnde Planungssicherheit sorge. Die Sparneigung war so hoch wie zuletzt zu Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise im Juni 2008.
GfK und NIM führen für die repräsentativen Studien zum Konsumklima monatlich Interviews mit Verbraucherinnen und Verbrauchern zu ihrer Konjunkturerwartung, ihrer Einkommenserwartung und ihrer Anschaffungsneigung. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 1. bis zum 12. Februar rund 2000 Menschen befragt. Das Konsumklima bezieht sich auf die gesamten privaten Konsumausgaben, also neben dem Einzelhandel auch Dienstleistungen, Reisen, Miete und Gesundheitsdienstleistungen.
A.Ruegg--VB