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Bauernproteste: Kritik an Zugeständnissen von Frankreichs Regierung bei Pestiziden
Mehrere Umweltorganisationen haben das Aussetzen eines Plans der französischen Regierung zur Verringerung von gesundheitsschädlichen Pestiziden angeprangert. Die Landwirte müssten ihrer Arbeit nachgehen können und dafür fair entlohnt werden, erklärte ein Kollektiv mehrere Organisationen am Montag. Dabei "müssen sie aber auch die Artenvielfalt und die Gesundheit aller Menschen schützen". Den Aktivisten geht es vor allem um die Pestizidbelastung in der direkten Umgebung landwirtschaftlicher Betriebe.
Frankreichs Premierminister Gabriel Attal hatte angesichts der wochenlangen und massiven Proteste von Landwirten gegen zu strenge Umweltauflagen und schlechte Entlohnung in der vergangenen Woche eine "Pause" der geplanten Pestizidregelung angekündigt. Dies bedeute "keinen Rückschritt" beim Umwelt- und Gesundheitsschutz, versicherte Umweltminister Christophe Béchu. Das Ziel einer Verringerung des Pestizideinsatzes um die Hälfte bis 2030, bleibe bestehen.
Die Umweltverbände werfen den Behörden mangelnde vor allem Transparenz vor. "Wie werden nicht gewarnt, bevor die Produkte eingesetzt werden", heißt es in dem Aufruf. "Wenn wir gerade nicht da sind, dann wissen wir nicht, ob unsere Wäsche, das Spielzeug, unsere Obst- und Gemüsegärten betroffen sind."
Nach einer Studie der Uniklinik von Amiens haben Kinder, deren Eltern vor beziehungsweise während der Schwangerschaft Pestiziden ausgesetzt waren, ein höheres Risiko, an Krebs zu erkranken. Eine der Organisationen wurde gegründet, nachdem in der Gegend von La Rochelle überdurchschnittlich viele Fälle von Krebs verzeichnet wurden.
T.Ziegler--VB