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Deutsche Exporte im Dezember wieder klar im Minus
Nach einem November mit positiver Entwicklung sind die Exporte aus Deutschland im Dezember wieder gesunken. Sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahresmonat gingen die Ausfuhren um 4,6 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Für das Gesamtjahr 2023 verzeichneten die Statistiker ein Minus um 1,4 Prozent. Die Importe sanken allerdings noch deutlich stärker.
Im Dezember wurden den Angaben zufolge Waren im Wert von 125,3 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 103,1 Milliarden Euro importiert. Die Einfuhren reduzierten sich damit im Vergleich zum November um 6,7 Prozent und im Vergleich zum Dezember 2022 um 12,4 Prozent. Der Exportüberschuss legte deutlich von 13,7 Milliarden im Vorjahr auf 22,2 Milliarden Euro zu.
Über das Gesamtjahr gesehen reduzierten sich die Importe um 9,7 Prozent und der Exportüberschuss erhöhte sich trotz der sinkenden Ausfuhren auf 209,6 Milliarden Euro.
Im November hatten insbesondere gestiegene Ausfuhren in die Staaten der EU für eine kurzweilig positive Entwicklung der Exportzahlen geführt. Im Dezember sanken die EU-Exporte aber wieder deutlich. Auch die Exporte in Drittstaaten hatten im November leicht zugelegt, im Dezember gingen sie dann wieder zurück, wenn auch weniger stark.
Das wichtigste einzelne Abnehmerland deutscher Produkte waren weiterhin die USA. Die US-Exporte sanken um 5,5 Prozent im Monatsvergleich auf 12,7 Milliarden Euro. Die Ausfuhren nach China sanken um 7,9 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Damit lag die Volksrepublik nur noch knapp vor Großbritannien, wohin deutsche Produkte im Wert von 7,4 Milliarden Euro exportiert wurden.
Bei den Importen blieb China trotz einer Reduzierung um 8,5 Prozent im Monatsvergleich mit 11,6 Milliarden Euro der wichtigste Handelspartner. Die Importe aus den USA legten entgegen der allgemeinen Entwicklung leicht zu, um 1,9 Prozent auf 8,2 Milliarden. Aus den EU-Partnerländern bezog Deutschland Waren im Wert von 54,3 Milliarden Euro - 7,4 Prozent weniger als im Vormonat.
D.Schlegel--VB