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Deutsche Bank zufrieden mit 2023 - Aber Streichungen von 3500 Jobs geplant
Die Deutsche Bank hat sich mit dem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden gezeigt, will aber die Kosten senken und weltweit 3500 Stellen abbauen. Der Nettogewinn von 4,2 Milliarden Euro fiel zwar 16 Prozent niedriger aus als im Vorjahr, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Das lag aber vor allem an einem einmaligen Steuereffekt, der das Vorjahresergebnis stark positiv beeinflusst hatte.
Die Erträge der Deutschen Bank stiegen im Jahresvergleich spürbar um sechs Prozent auf 28,9 Milliarden Euro. "Ein Faktor für die höheren Erträge waren die weltweit gestiegenen Zinsen, von denen wir wie die meisten unserer Wettbewerber auch profitieren", erklärte Bank-Chef Christian Sewing. Neben dem höheren Steueraufwand drückten auch Kosten in Höhe von 566 Millionen Euro für ein Reformprogramm das Ergebnis.
Die Deutsche Bank habe sich im vergangenen Jahr in einem insgesamt "unsicheren Umfeld" gut entwickelt, erklärte Sewing. "Das ändert aber nichts daran, dass Kostendisziplin für uns weiterhin eine hohe Priorität hat." Teil des darauf abzielenden Reformprogramms ist nach Angaben der Bank auch ein Abbau von rund 3500 Stellen, "vor allem in kundenfernen Bereichen". Ende 2023 hatte die Deutsche Bank weltweit gut 90.000 Beschäftigte.
Weitere Neuerungen kündigte Sewing in einem Schreiben die Mitarbeiter an, darunter der Wechsel vom "Sie" zum "Du" in der internen Kommunikation auf Führungsebene. "Während es im Englischen das 'Sie' gar nicht gibt und wir uns ganz selbstverständlich mit Vornamen ansprechen, pflegen wir im Deutschen an vielen Stellen bis heute das förmliche 'Sie'", erklärte Sewing dazu. "Ich finde das nicht mehr zeitgemäß."
F.Stadler--VB