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Verlust von Boeing im vierten Quartal geringer als erwartet
Der US-Flugzeugbauer Boeing hat im vierten Quartal 2023 einen Verlust von 23 Millionen Dollar (rund 21 Millionen Euro) gemacht und damit weniger als erwartet. Die Umsätze des Konzerns stiegen in den drei Monaten bis Dezember um zehn Prozent auf 22 Milliarden Dollar, wie Boeing am Mittwoch mitteilte. Eine mittelfristige Prognose gab der Konzern nicht - Boeing steckt in der Krise.
Bei einer Boeing 737 MAX 9 von Alaska Airlines war am 5. Januar kurz nach dem Start in Portland im US-Bundesstaat Oregon ein Teil der Kabinenwand herausgeflogen. Daraufhin musste das Flugzeug umkehren und in Portland notlanden. Verletzt wurde bei dem Vorfall zwar niemand, Experten zufolge hätte es aber zu einer Katastrophe kommen können.
Die Flugaufsichtsbehörde FAA ordnete in der Folge ein vorübergehendes Flugverbot für Maschinen dieser Bauart an. Betroffen waren 171 Flugzeuge. Inzwischen fliegen die ersten davon wieder.
Die FAA untersagte Boeing zudem, die Produktion von MAX-Maschinen ab dem kommenden Jahr oder ab 2026 auszuweiten. Der Flugzeugbauer wollte statt aktuell 38 Maschinen pro Monat 50 Maschinen ausliefern.
Boeing-Chef Dave Calhoun erklärte am Mittwoch, normalerweise erneuere der Konzern zu Beginn des Jahres seine Finanzprognose. "Jetzt ist aber nicht die Zeit dafür", schrieb er in einem Brief an die Beschäftigten. "Wir werden uns einfach auf jedes nächste Flugzeug konzentrieren, während wir alles Nötige tun, um unsere Kunden zu unterstützen, den Anweisungen der Aufsicht zu folgen und die höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards zu garantieren."
E.Gasser--VB