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Ukrainischer Geheimdienst unterstützt durch Hackerangriff lahmgelegten Mobilfunkanbieter
Nach einem großangelegten Hackerangriff auf den größten Mobilfunkanbieter der Ukraine unterstützt der Geheimdienst SBU das Unternehmen Kyivstar bei der Wiederherstellung des Netzes. "Die Cyberspezialisten des SBU und die Spezialisten von Kyivstar setzen in Zusammenarbeit mit anderen Regierungsbehörden die Wiederherstellung des Netzes fort", erklärte der SBU am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. Demnach gebe es Hoffnung, dass zumindest ein Teil der Dienste im Laufe des Tages wieder ihren Betrieb aufnehmen können.
Der Betreiber Kyivstar, der mehr als 24 Millionen Mobilfunknutzer im Land hat, war am Dienstagmorgen von einem Hackerangriff getroffen worden. Dadurch wurde das Mobilfunknetz lahmgelegt, was erhebliche Auswirkungen auf das Leben vieler Ukrainer hatte. In der Hauptstadt Kiew konnten Kyivstar-Nutzer am Mittwochmorgen weiterhin nicht per Telefon kommunizieren oder Luftalarm erhalten, SIM-Karten von anderen Anbietern waren schwer zu bekommen.
In Saporischschja im Süden des Landes funktionierten Zahlungsterminals einiger Banken in Apotheken und Supermärkten nicht, wie örtliche Medien berichteten. In der nördlichen Region Tschernihiw fiel die Straßenbeleuchtung teilweise aus. Bewohner in mehreren Regionen berichteten von Schwierigkeiten beim Geldabheben.
Der SBU machte in seiner Mitteilung vom Mittwoch Hacker für den Angriff verantwortlich, die einer Einheit des russischen Militärgeheimdienstes GRU angehörten. "Eine Gruppe russischer Pseudo-Hacker hat sich bereits zu dem Angriff bekannt", hieß es.
T.Ziegler--VB