-
Neue Hitzewelle macht Südeuropa zu schaffen - Evakuierungen wegen Feuer in den Pyrenäen
-
Krankenkassenbeiträge: Grüne wollen Absetzung der Abstimmung zu Reform beantragen
-
Monaco-Anschlag: Gesuchte Ukrainerin ist tot - Mutmaßliche Folterkammer entdeckt
-
Macrons Besuch in Damaskus von zwei Attentaten mit 18 Verletzten überschattet
-
Rheinmetall darf voraussichtlich US-Raketensysteme in Deutschland bauen
-
Fußfessel und 15 Monate Nichtwählbarkeit für Le Pen: Kandidatur ungewiss
-
Mann akzeptiert Trennung nicht: Lebenslange Haft für Mord an Ehefrau in Hessen
-
Polizei: Wegen Monaco-Anschlags gesuchte Ukrainerin tot in der Ukraine aufgefunden
-
Urteilsverkündung im Veruntreuungsverfahren gegen Rechtspopulistin Le Pen hat begonnen
-
Wann die Polizei handeln darf: Karlsruhe prüft umstrittenes bayerisches Gesetz
-
Möglicher Gelderentzug: Verfahren gegen EU-Parteienfamilie der AfD um EU-Werte
-
Immer mehr junge Drogentote in Deutschland: Streeck fordert mehr Prävention
-
Bundesregierung verfünffacht finanzielle Unterstützung für Holocaustgedenkstätte Yad Vashem
-
Rekordauftrag aus Kanada für deutschen U-Boot-Bauer TKMS
-
Experte: Le-Pen-Urteil gibt Startschuss für Frankreichs Präsidentschaftswahl
-
Merz vor Nato-Gipfel: Russland wird sich im Ukraine-Krieg nicht durchsetzen
-
Elterngeld: Regierung verteidigt geplante Kürzung bei Bezugsdauer
-
Industrieproduktion verzeichnet im Mai Zuwächse - vor allem in Autoindustrie
-
Prüfverfahren gegen EU-Parteienfamilie der AfD wegen möglicher Verstöße gegen EU-Werte
-
Vierjährige in Nordrhein-Westfalen stirbt nach Zusammenstoß mit Forstmaschine
-
Medien: Klopp will mit Völler weitermachen
-
Ausgesetzte Sperre nach Trump-Intervention: USA verlieren trotz Balogun-Einsatzes
-
Krankenkassenbeiträge: Union hofft am Freitag auf Zustimmung der Länder zu Reform
-
Iran: Menschen in Ghom nehmen Abschied von Chamenei
-
Sparzwang: Bundesregierung will Förderung für Heizungstausch deutlich absenken
-
Frühere Partnerin nach Streit getötet: Mordanklage gegen 32-Jährigen in Stuttgart
-
Vergewaltigungsvorwürfe: US-Demokraten drängen Senatskandidaten Platner zum Rückzug
-
Neuendorf will "Fall Balogun" nicht "zu den Akten legen"
-
Alpenüberquerung von Hannibal mit Elefanten: Forscher berechnen günstigste Route
-
51 Milliarden Euro: Samsung erwartet massives Gewinnplus im zweiten Quartal
-
Ermittler: Auftragsmorde in Frankfurt am Main verhindert - fünf Festnahmen
-
Tabaksteuer soll schrittweise steigen - Steuermehreinnahmen in Milliardenhöhe
-
Bundesregierung will Förderung für Heizungstausch deutlich absenken
-
Opposition und DGB kritisieren Elterngeldpläne von Ministerin Prien deutlich
-
Was die Polizei vor einer Gefahr darf: Karlsruhe verhandelt über bayerische Regeln
-
Bereits 12.000 Menschen wegen Waldbrands in den Pyrenäen evakuiert
-
Sicherheitskreise: Bombenanschläge nahe Hotel von Macron in Damaskus
-
BUND fordert mehr ökologischen Hochwasserschutz als Konsequenz aus Ahrtal-Flut 2021
-
Anklage in Cold Case um brutalen Mord vor 41 Jahren in Baden-Württemberg erhoben
-
Nato-Gipfel in Ankara: Ischinger sieht Türkei als wichtigen Partner
-
Höchste Hitze-Alarmstufe in Teilen von drei spanischen Regionen
-
Linke kritisiert Pläne zu Elterngeldreform als "Bankrotterklärung"
-
Verkehrsunfälle: Acht Tote und mehr als 1000 Verletzte pro Tag
-
Lebenserwartung von Frauen und Männern auf neue Höchstwerte gestiegen
-
Bundespolizei nimmt gesuchten Millionenbetrüger am Frankfurter Flughafen fest
-
Produktion von alkoholfreiem Bier 2025 erneut deutlich gestiegen
-
Bürgermeister: Moskau von mehr als 400 ukrainischen Drohnen ins Visier genommen
-
Wadephul betont vor Reise nach Israel historische Verantwortung Deutschlands
-
Ausgesetzte Sperre nach Trump-Intervention: Balogun spielt - USA verlieren
-
Nato-Gipfel in Ankara beginnt im Zeichen transatlantischer Spannungen
Fünf Festnahmen bei Razzia gegen Cyberkriminelle in Ukraine mit deutscher Beteiligung
Erfolgreicher Schlag gegen die Cyberkriminalität: Ermittler aus Deutschland, den USA, der Ukraine und anderen Ländern haben in der Ukraine den mutmaßlichen Anführer einer berüchtigten Hackergruppe und vier Komplizen festgenommen, die hunderte Millionen Euro von ihren Opfern erpresst haben sollen. Die Festnahmen erfolgten zehn Monate nach der Zerschlagung des weltweit agierenden Cyberkriminellen-Netzwerks "Hive", wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Reutlingen am Dienstag mitteilten.
Nach Angaben der europäischen Polizeibehörde Europol in Den Haag durchsuchten Polizeikräfte am Dienstag vergangener Woche 30 Grundstücke im Westen und im Zentrum der Ukraine, darunter in Kiew, Tscherkassy am Dnipro sowie in Winnyzja und Riwne. Dabei habe die Polizei den 32-jährigen mutmaßlichen Anführer der Hackergruppe sowie vier mutmaßliche Komplizen festgenommen.
Sie sollen weltweit für mehrere hundert schwerste Cyberangriffe und Erpressungen verantwortlich sein, die dem Netzwerk "Hive" zugeordnet werden, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Reutlingen in einer gemeinsamen Mitteilung erklärten. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen sollen die Festgenommenen auch hinter zwei schwerwiegenden Angriffen im Landkreis Esslingen und im Bodenseekreis in Baden-Württemberg sowie zwölf weiteren Fällen im Bundesgebiet stehen.
Bei einem der Beschuldigten konnte demnach im Rahmen des Einsatzes ein hoher sechsstelliger Betrag in Kryptowährung sichergestellt werden. Erste Analysen bestätigten demnach, dass ein Teil dieser Summe aus Lösegeldzahlungen von angegriffenen Unternehmen an die "Hive"-Gruppierung stammt.
Zur Unterstützung der ukrainischen Polizei wurden laut Europol mehr als 20 Ermittler aus Deutschland, Frankreich, Norwegen und den USA nach Kiew entsandt. Von deutscher Seite waren Cyberspezialisten der Kriminalpolizeidirektion Esslingen, unterstützt vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg, vor Ort. Die internationalen Ermittlungen zu weiteren Tatverdächtigen dauern demnach weiter an.
"In einem beispiellosen Einsatz haben sich die Strafverfolgungs- und Justizbehörden aus sieben Ländern mit Europol und Eurojust zusammengeschlossen, um den Schlüsselfiguren hinter bedeutenden Ransomware-Operationen das Handwerk zu legen und sie festzunehmen", erklärte Europol. Der Einsatz sei zudem in einer "kritischen Zeit" erfolgt, da die Ukraine "mit den Herausforderungen der russischen Militäraggression gegen ihr Territorium zu kämpfen hat".
Europol richtete eine virtuelle Kommandozentrale in den Niederlanden ein, um in Echtzeit die bei den Razzien sichergestellten Daten zu analysieren.
Insgesamt attackierte die Hackergruppe laut Europol Unternehmen und andere Einrichtungen in 71 Ländern und infizierte rund 250 Server, was zu Verlusten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro führte. Die Akteure nahmen demnach gezielt große Unternehmen ins Visier und lähmten deren Aktivitäten.
Bei der Zerschlagung des "Hive"-Netzwerks im Januar waren die baden-württembergischen Behörden und die US-Justiz federführend gewesen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart mit ihrer Schwerpunktabteilung für Cyberkriminalität sowie der Cyberspezialisten der Kriminalpolizeidirektion Esslingen hatten auf die Spur mehrerer unter dem Dach der "Hive"-Verantwortlichen agierenden Gruppierungen geführt. Im Januar 2023 konnten die Webauftritte gesperrt und die kriminelle Infrastruktur beschlagnahmt werden.
Mit Hilfe der damals gesicherten Daten und Accounts des "Hive"-Netzwerks und seiner Nutzer führten zahlreiche Sicherheitsbehörden aus Europa und den USA intensive Ermittlungen, um die im sogenannten Darknet operierenden Täter zu identifizieren.
Eine Spur habe zu mehreren Tatverdächtigen in der Ukraine geführt, unter anderem zu dem 32-Jährigen, erklärten die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Polizei Reutlingen. Ihm werde "eine führende Rolle" in einer unter anderem hinter dem "Hive"-Netzwerk agierenden Gruppierung zugeschrieben.
Bei Angriffen mit Ransomware verschlüsseln Hacker die Daten von betroffenen Unternehmen, Privatleuten oder Behörden und verlangen dann ein Lösegeld zur Freigabe der Daten. "Hive" war dabei eine Art illegaler Dienstleister, der Hackern seine Erpressersoftware zur Verfügung stellte.
A.Ammann--VB