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Zahl der Adoptionen von Kindern und Jugendlichen leicht zurückgegangen
Die Zahl der Adoptionen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, sank sie 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf 3820. Das waren 23 Adoptionen weniger als 2021. Mehr als Zweidrittel oder 2652 entfielen auf Adoptionen durch Stiefeltern, also einen neuen Partner oder eine neue Partnerin eines leiblichen Elternteils.
Laut Bundesamt setzte sich 2022 zudem der schon seit Jahrzehnten anhaltende Trend zur Adoption jüngerer Kinder fort. In 54 Prozent der Fälle waren die adoptierten Kinder jünger als drei Jahre. 2021 lag der Anteil bei 49 Prozent. 2012 waren es 34 Prozent, 2002 nur 25 Prozent. Den Angaben zufolge ist dies auf einen Wandel in Stieffamilien zurückzuführen. Stiefmütter und Stiefväter adoptieren Kinder ihrer Partner inzwischen häufig schon sehr jung.
Internationale Adoptionen spielten hingegen wie in den Vorjahren nur eine untergeordnete Rolle. 2022 gab es in Deutschland lediglich 121, was einem Anteil von drei Prozent an allen Adoptionen entsprach. Vor zehn Jahren war der Anteil laut Bundesamt noch dreimal höher. 2012 lag er bei neun Prozent.
Insgesamt ist die Zahl der Adoptionen demnach seit zehn annähernd konstant und schwankt nur geringfügig. Sie lag stets zwischen etwa 3700 und rund 4000.
C.Meier--BTB