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DGB-Chefin Fahimi lehnt Anhebung des Renteneintrittsalters ab
Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Yasmin Fahimi, hat sich strikt gegen eine Anhebung des Renteneintrittsalters ausgesprochen. "Wenn Arbeitgeber klagen, dass ihnen die Fachkräfte abhandenkommen, ist das oft genug Ergebnis ihrer eigenen verfehlten Personalpolitik in der Vergangenheit", sagte Fahimi den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Mittwoch. Wer länger arbeiten wolle, könne dies zudem auch heute schon tun.
Gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sowie gute Tariflöhne seien "die Mittel" zur Bekämpfung von Arbeitskräftemangel, fügte die DGB-Vorsitzende hinzu. Ein höheres Renteneintrittsalter sei hingegen eine "Rentenkürzung durch die Hintertür". Viele Beschäftigte etwa in der Baubranche, der Pflege oder der gewerblichen Produktion in Fabriken hielten schon heute aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zum regulären Renteneintritt durch.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich kürzlich für weniger vorzeitige Renteneintritte ausgesprochen und damit eine Debatte um das tatsächliche Rentenalter entfacht. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte Unternehmen angesichts des Fachkräftemangels aufgefordert, mehr ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu beschäftigen. Forderungen nach einer Erhöhung des Renteneintrittsalters erteile er hingegen eine klare Absage.
G.Schulte--BTB