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Tesla liefert 2022 weniger Autos aus als geplant
Der US-Elektroautobauer Tesla hat im vergangenen Jahr weniger Autos ausgeliefert als angestrebt. 1,31 Millionen Pkw gingen an die Kundinnen und Kunden. Das waren zwar 40 Prozent mehr als im Vorjahr und neuer Rekord für das Unternehmen - es hat sich aber zum Ziel gesetzt, die Auslieferung jährlich um 50 Prozent zu steigern.
Tesla erklärte am Montag, die Zielmarke könne "schwanken"; im vergangenen Jahr hätten coronabedingte und die Lieferketten betreffende "Herausforderungen" die Produktion beeinträchtigt. In Shanghai musste Tesla sein Werk wegen der strikten Coronamaßnahmen in China mehrere Wochen schließen. Schon im Oktober hatte Finanzchef Zach Kirkhorn gewarnt, Tesla werde die Zielmarke vielleicht nicht erreichen können.
Analysten hatten bessere Zahlen vor allem im letzten Quartal des Jahres erwartet; in den drei Monaten von Oktober bis Dezember lieferte Tesla 405.000 Wagen aus. Der Hersteller hatte mit Nachlässen für Kunden geworben, die noch 2022 einen Tesla kauften; Firmenchef Elon Musk hatte die Beschäftigten laut US-Sender CNBC in einer E-Mail aufgefordert, bis zum 31. Dezember um Mitternacht "freiwillig zu helfen", damit so viele Autos wie möglich noch ausgeliefert werden könnten.
Erste Analysten meinen, die Nachfrage nach den vergleichsweise teuren Tesla-Autos könne auch wegen der erstarkten Konkurrenz ihren Höhepunkt erreicht haben. Tesla könnte zudem unter der turbulenten Übernahme des Kurzbotschaftendienstes Twitter leiden, den Musk im Herbst gekauft hatte und der viel Aufmerksamkeit beansprucht.
Die Aktie von Tesla an der Wall Street in New York, die 2020 und 2021 immer weiter nach oben geklettert war, fiel im vergangenen Jahr um 65 Prozent.
C.Kovalenko--BTB